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Abgasskandal: Amag wiegelt ab

Autos von vornIn Sachen VW-Abgasskandal ist Amag nicht bereit, offen und konstruktiv an einer Schadensregulierung mitzuarbeiten. In einem 20Minuten-Interview lässt Amag-Chef Morten Hannesbo heute sogar verlauten, für die betroffenen Fahrzeughalter entstünden gar keine finanziellen Schäden. Diese Aussage ist nicht nachvollziehbar.

Amag-Chef Morten Hannesbo zeigt sich überzeugt, dass mit den Nachbesserungsmassnahmen – zu welchen die Amag wohlgemerkt verpflichtet ist – für die vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeughalter alles erledigt sei, ihnen entstehe kein finanzieller Schaden. Die Forderung der SKS, betroffene Kunden mit 1’000 Franken zu entschädigen, ist seiner Ansicht nach ungerechtfertigt und „realtitätsfremd“.

Seit Monaten verhandelte die SKS (zusammen mit ihrer Westschweizer Schwesterorganisation FRC) mit der Amag. Das Ziel war, eine Lösung auszuhandeln, dank der die finanziellen Schäden, die betroffenen Fahrzeughaltern bereits entstanden sind bzw. noch entstehen werden, einfach und unkompliziert abgegolten werden können.

Finanzielle Schäden entstehen beispielsweise durch:
– die markant tieferen Eintauschprämien und die tieferen Erlöse auf dem Occasionsmarkt
– die Schwierigkeiten und Umtriebe bei direkt importierten Autos, die nicht eingelöst werden können
– den bezahlten, zu hohen Kaufpreis für ein vermeintlich „umweltfreundliches“ Auto
– die Einteilung in eine höhere Steuerkategorie
– den zukünftigen höheren Treibstoffverbrauch bzw. verminderte Motorenleistung nach Vornahme der Nachbesserungsmassnahmen.

Konkrete Beispiele bereits eingetroffener Schadensfälle wurden der Amag inzwischen vorgelegt und von dieser einzelfallweise bearbeitet. Bei der Erarbeitung einer Rahmenvereinbarung für Pauschalabgeltungen einzelner Schadenskategorien blockte die Amag jedoch ab. Grund genug für die SKS, den Verhandlungstisch zu verlassen.

Unter diesen Vorzeichen ist die Äusserung von Morten Hannesbo, Kunden würden keinen finanziellen Schaden erleiden, nicht nachvollziehbar. Und: Bei der vom Amag-Chef als realitätsfremde Forderung betitelte Summe von 1’000 Franken pro Kunde handelt es sich um eine sogenannte Goodwill-Prämie. Diese Summe erhalten – losgelöst von konkreten Schadensnachweisen – betroffene Fahrzeughalter in den USA. Nicht nur die SKS, sondern auch die EU fordert, dass diese Prämie auch den europäischen VW-Kunden als Wiedergutmachungssumme für den erlittenen Vertrauensbruch zu Gute kommen soll.

Interview M. Hannesbo Hintergrund


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