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Beschwerden und Klagen

Wer im Konsumalltag nicht zu seinem Recht kommt, muss sich meist mit Beschwerden und Klagen zur Wehr setzen. Das Prozesskostenrisiko hält Geschädigte jedoch in der Regel davon ab, gegen finanziell mächtige Unternehmen vorzugehen. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) setzt sich dafür ein, dass das prozessuale Instrument der Sammelklage in die schweizerische Zivilprozessordnung aufgenommen wird.

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Pleiten der beiden Banken Lehmann-Brothers oder Kauphting zeigten deutlich: Selbst bei Massenschäden werden Unternehmen selten bis nie eingeklagt, da Konsumentinnen und Konsumenten die hohen Prozesskosten scheuen. In der Schweiz fehlt ein wirksames Mittel, die Rechte gemeinsam vor Gericht durchzusetzen. Dieser Umstand kommt dem finanziell meist stärkeren Beklagten zugute. Studien belegen klar, dass wesentlich mehr Konsumentinnen und Konsumenten von ihrem Recht Gebrauch machen würden, könnten sie gemeinsam mit anderen Geschädigten klagen. Wenn die Prozessführung für die schwächere Partei nicht mehr finanzierbar ist, leckt das Rechtssystem.

Die Präsidentin der SKS, Prisca Birrer-Heimo, hat mit einer Motion im September 2011 vom Bundesrat Massnahmen verlangt, damit Geschädigte im Falle von Massenschäden ihre Rechte gemeinsam vor Gericht durchsetzen können. Eine Analyse des Bundesrats macht deutlich, dass das aktuelle Rechtsschutzsystem mangelhaft ist. Die SKS setzt sich dafür ein, dass die Lücken im nationalen Gesetz endlich geschlossen werden und die Schweiz gegenüber der Rechtsentwicklung in der EU keine Inselrolle mehr einnimmt.

Unser Engagement – für Sie

  • Die SKS setzt sich dafür ein, dass Konsumentinnen und Konsumenten zu ihrem Recht kommen.
  • Für Beschwerden an Unternehmen gibt es Beschwerdeleicht.ch: Ihre Beschwerden werden an die Unternehmen weitergeleitet.

 

Schadenersatzklage: Anmeldungen stapeln sich

VW Abgas skandal

Der Aufruf des Konsumentenschutzes, sich als geschädigter Volkswagenbesitzer an einer Klage gegen VW und AMAG zu beteiligen, stösst auf grosses Echo: Bereits haben sich rund 2000 Geschädigte gemeldet. Wir bitten diese Fahrzeughalter um Geduld. Wir sind dabei, die Anmeldungen zu erfassen und auf ihre Vollständigkeit zu prüfen. Zudem erhalten wir zahlreiche Anfragen, ob man sich trotz Rechtschutzversicherung anmelden soll. Die Antwort lautet: Ja, melden Sie sich bei uns an und teilen Sie Ihrer Rechtsschutzversicherung dies mit.

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