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Abstrus und kundenunfreundlich: Sunrise verbietet schriftliche Kündigungen

Wer sein Mobil-, Internet- oder TV-Abo bei Sunrise kündigen will, muss ab Ende Mai beim Telekomanbieter anrufen oder die Kündigung per online-Chat aussprechen: Mit dieser unsinnigen Allgemeinen Geschäftsbedingung (AGB) will Sunrise «den Kündigungsprozess optimieren». Der Konsumentenschutz hat das Telekomunternehmen aufgefordert, sofort darauf zu verzichten. Denn wie sollen Kunden so noch belegen können, dass sie gekündigt haben?

 Es ist nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen vorschreiben, dass eine Kündigung schriftlich zu erfolgen hat. Sunrise informiert in diesen Tagen seine Kundinnen und Kunden jedoch darüber, dass eine Kündigung des Abos nur per Telefon oder Chat akzeptiert wird. Die schriftliche Kündigung per Brief oder Mail lässt Sunrise nicht mehr gelten.

Dieses Vorgehen ist äusserst befremdlich und für die Kunden von Sunrise von grossem Nachteil: Vermutlich werden sie bei einem Telefonanruf oder Chat angehalten oder genötigt, das Abo weiter zu führen. Für etliche Kunden ist es sehr unangenehm, dies gegenüber einem Mitarbeiter zu begründen und durchzuziehen.

Noch schwerwiegender ist allerdings, dass die Kunden nichts mehr in der Hand haben, um die Kündigung zu belegen. Selbst bei einer über Chat erfolgten Kündigung ist nicht klar, ob der Chatverlauf gespeichert und ob er dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. Bei rechtlichen Differenzen liegt die Beweislast beim Kunden und nicht beim Unternehmen. Nun schliesst das Unternehmen ausgerechnet jene Kündigungsformen aus, welche dem Kunden die notwendigen Beweismittel liefern würden.

«Solche kundenunfreundlichen Kündigungsvorschriften sind eines etablierten Telekomunternehmens wie Sunrise nicht würdig», ist Geschäftsleiterin Sara Stalder überzeugt. Der Konsumentenschutz hat Sunrise aufgefordert, umgehend auf den abstrusen Entscheid zurückzukommen. Die Kunden sollen weiterhin die Möglichkeit haben, einseitig und schriftlich die Kündigung aussprechen zu können, ohne sich über die Gründe der Kündigung äussern zu müssen.

Artikel TagesAnzeiger

 


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