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Wettbewerb und Kartelle


Kartellgesetz: Nationalrat unternimmt nichts gegen Hochpreisinsel Schweiz

Der Nationalrat hatte heute die Gelegenheit etwas gegen die Hochpreisinsel Schweiz zu unternehmen – er wollte jedoch von einer Änderung des Kartellgesetzes nichts wissen. Für die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ist dieser Entscheid nicht nachvollziehbar, denn in der Schweiz zahlen Konsumentinnen und Konsumenten für identische Produkte deutlich mehr als in den Nachbarländern. Der Hauptgrund dafür sind nicht höhere Kosten, sondern die gezielte Kaufkraftabschöpfung durch international tätige Konzerne. Weiterlesen


Unterwegs mit dem Lobbyisten der Markenartikel-Hersteller

Lobbyisten verrichten ihre Arbeit gerne abseits des Scheinwerferlichts. Nicht so Beat S.: Er lobbyiert für die Beibehaltung hoher Preise für Markenartikel und gewährt exklusiv eine Einsicht in seine Tätigkeit im Bundeshaus.


Zeitschinden auf Kosten der Versicherten

Vor drei Jahren unterzeichneten die Krankenversicherer eine Branchenvereinbarung zur Kundenwerbung. Die Vereinbarung verbot die Telefonwerbung für den Verkauf von Grundversicherungen (Kaltakquise) und begrenzte die Provisionen für Verkaufsabschlüsse. Vor allem die grossen Krankenversicherungen hielten sich allerdings nicht an die Abmachungen und setzten immer noch aggressive Televonanrufe ein, um Neukunden für die Grundversicherung zu gewinnen. Weiterlesen


Zeitschinden auf Kosten der Versicherten

Weko stellt ihre Vorabklärung betreffend santésuisse ein.

Die wirkungslose Branchenvereinbarung der Krankenversicherer, die seit Juni 2011 Telefonwerbung und Provisionen einschränken sollte, ist aus Wettbewerbsgründen aufgehoben worden. Ein doppelt schlechter Witz aus Konsumentensicht: Die Vereinbarung wurde von den grossen Versicherern erstens nie eingehalten, diente aber zweitens dazu, dass die Politik drei Jahre untätig blieb. Die SKS forderte schon im 2011 verbindliche politische Einschränkungen, weil sie der Branchenlösung des Krankenversicherungsverbands santésuisse nicht vertraute. Weiterlesen


Nespresso-Kaffeemaschinen: keine Garantie bei „Fremdkapseln“

Falls Sie eine KOENIG- oder Turmix-Nespresso-Kaffeemaschine besitzen und dafür nicht die originalen Nespresso-Kapseln verwenden, kann Sie das teuer zu stehen kommen: Sie müssen damit rechnen, dass Sie Reparaturen an der Maschine, die normalerweise unter die Gewährleistung („Garantie“) fallen, selber zu berappen haben! Weiterlesen


Importgüterpreise sinken – Preisdifferenzen zum Ausland nach wie vor hoch

Laut der heutigen Medienmitteilung des Bundesamt für Statistik (BFS) sind die Preise für Importgüter im Jahr 2013 durchschnittlich um 1.9% gesunken. Die Preise von identischen Produkten sind in der Schweiz jedoch nach wie vor deutlich höher als in den angrenzenden Ländern. Laut Preisbarometer.ch kosten in der Schweiz Kosmetikartikel (76%), Zeitschriften (53%), Lebensmittel (36%), Kleider (26%), Spielzeuge (25%), Sportartikel (21%) und Schuhe (13%) deutlich mehr als in Deutschland.* Dies obwohl die Mehrwertsteuer in Deutschland deutlich höher ist als in der Schweiz. Einzig bei den Elektronikprodukten sind die Schweizer Preise konkurrenzfähig.

*Basis für den Vergleich ist entweder die Gesamtbranche oder jeweils der günstigste der drei umsatzstärksten Händler in Deutschland und in der Schweiz.


V-Pay: Konkurrenzprodukt zu Maestro-Karte lanciert

Visa lanciert mit V-Pay eine neue Debitkarte und will so der in der Schweiz dominierenden Maestro-Karte Konkurrenz machen. Laut Tagesanzeiger bietet Raiffeisen als erste Schweizer Bank die neue Karte an. Um den Markteintritt zu erleichtern, profitiert Visa von einer besonderen Regelung: Sie darf ausnahmsweise während drei Jahren eine an und für sich von der Wettbewerbskommission für Debitkarten nicht genehmigte, sogenannte Interchange-Gebühr erheben. Diese Gebühr, die bei jedem Einkauf mit der V-Pay-Karte erhoben wird, fliesst zu den Banken, die die Karte herausgeben. Der Detailhandel ist zwar nicht erbaut über diese Gebühr, erhofft sich jedoch mit der Durchbrechung der Monopolstellung von Mastercard/Maestro mittelfristig tiefere Gebühren. Bleibt zu hoffen, dass dies auch eintritt und nicht  beide Unternehmen in stillem Einverständnis überhöhte Gebühren verlangen. Denn diese zahlt schlussendlich der Kunde, auch wenn er es beim Bezahlen nicht direkt merkt.


Neue Preiserhebungen: Teure Spielwaren – günstige Elektronikprodukte

Elektronikprodukte sind in der Schweiz günstiger als im Ausland: Dies zeigt eine neue Studie der Konsumentenschutz-Organisationen acsi, frc, kf und SKS. Gründe dafür sind einerseits die tiefe Mehrwertsteuer und andererseits der funktionierende Wettbewerb in der Schweiz. Beim Vergleich der grössten Schweizer Online-Elektronik-Händler schneidet Digitec am besten ab. Der gleiche Warenkorb (51 Produkte) kostet bei Microspot 1% und bei Brack 7% mehr.

Im Gegensatz zu Elektronikprodukten sind Spielzeuge in der Schweiz in der Regel teurer als im angrenzenden Ausland. Insbesondere in Deutschland sind die Preise für identische Produkte (trotz höherer Mehrwertsteuer) deutlich günstiger. Der günstigste Anbieter in der Schweiz ist Toys’R’Us, bei Coop und Manor kostet ein identischer Warenkorb jeweils 9% mehr. Verglichen wurden 61 Produkte.

Die detaillierten Resultate der Elektronik- und Spielzeugeerhebung finden Sie hier und auf Preisbarometer.ch


Erstaunlich unerstaunliche News von der Wettbewerbsbehörde

Das Schwarz-Peter-Spiel geht weiter: Heute hat das „Vorzimmer“ (das Sekretariat) der Wettbewerbsbehörde verkündet, dass in Sache „Weitergabe von Währungsvorteilen“ nichts Neues gefunden wurde und demnach keine Untersuchungen gestartet würden. Weiterlesen


Politik verschleppt Revision des Kartellgesetzes

Seit dem von Bundesrat Johann Schneider-Ammann einberufenen runden Tisch zur Bekämpfung von überhöhten Importpreisen sind mehr als zwei Jahre vergangen. Nach wie vor bezahlen Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz für identische Produkte in der Regel deutlich mehr als in unseren Nachbarländern. Eine Lösung für dieses Problem wäre ein verschärftes Kartellgesetz, doch die vorberatende Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) verschleppt die Beratung. Weiterlesen


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