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Stichproben bei Self-Checkout-Kassen

Web-Ratgeber

Seit Jahren sind Self-Checkout-Kassen beliebt. Es wird als zeitsparend empfunden, die Einkäufe an unbedienten Kassen selbstständig zu scannen und anschliessend gleich mit der EC- oder einer Kreditkarte zu bezahlen. Was aber, wenn ein Artikel versehentlich nicht eingescannt wird? Beispielsweise wenn sich ein kleinerer Artikel in der Verpackung eines grösseren Artikels verfangen hat.

Die meisten Anbieter mit Self-Checkout-Kassen sehen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, dass das Personal Stichproben durchführen kann.

Wir zeigen Ihnen nachfolgend auf, an welche Grundsätze sich das Geschäft dabei zu halten hat, welche Rechte Ihnen zustehen und wie das Nicht-Scannen eines Artikels aus juristischer Sicht zu werten ist.

Grundsätze und Ihre Rechte

Fragen rund um die Videoüberwachung finden Sie hier.

Rechtliche Qualifikation

Was liegt rechtlich gesehen vor, wenn nicht alle Artikel eingescannt worden sind?

Wird ein Artikel aus Versehen nicht eingescannt, dann liegt noch kein Diebstahl vor. Denn die subjektive Voraussetzung des Vorsatzes ist nicht erfüllt. Einen versehentlichen Diebstahl kennt das Gesetz nicht. Werden bei einem Kunden jedoch mehrere Male nicht-gescannte Artikel gefunden, kann diese Wiederholung aber möglicherweise als Zeichen für vorsätzliches Handeln gedeutet werden.

Zudem hat der Kunde den Artikel noch nicht aus dem Geschäft mitgenommen bzw. weggenommen. Er trägt die Sache noch immer mit sich, im Normalfall offen im Einkaufskorb oder –wagen. Als weggenommen gilt eine Sache erst, wenn der Kunde mit ihr das Geschäft verlässt. Eine andere Situation wäre es, wenn die Sache bereits im Geschäft versteckt würde, z.B. in einem Rucksack oder in den Kleidern. Dann gilt die Sache bereits im Geschäft als weggenommen.

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zuletzt aktualisiert am 31.01.2020

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