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Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag – Begriffe und Unterschiede

Web-RatgeberAuch wenn Sie kerngesund sind, gibt es leider keine Garantie dafür, dass dies auch so bleibt. Es besteht das Risiko, dass sie aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit von einem Tag auf den andern nicht mehr handlungsfähig sind. Diese Vorstellung mag womöglich in Ihrer jetzigen Lebenssituation noch abstrakt wirken, trotzdem lohnt es sich, die richtigen Vorkehrungen zu treffen, um auf solch schwierige Fälle vorbereitet zu sein. Solche Vorkehrungen lassen sich am einfachsten mit einer Patientenverfügung und einem Vorsorgeauftrag treffen. Diese beiden «Werkzeuge» sollen hier kurz erläutert und differenziert werden.

 

Patientenverfügung

Grundsätzlich entscheidet jeder Patient und jede Patientin selber über seine/ihre medizinische Behandlung. Bei eingetretener Urteilsunfähigkeit ist man dazu jedoch nicht mehr selbständig fähig. Dann liegt es an den Angehörigen, die Entscheidungen zu treffen. Die medizinischen Fachpersonen helfen dabei, die Lage einzuschätzen und begleiten die Angehörigen beim Entscheid über das weitere Vorgehen.

Das Gesetz regelt in Art. 378 ZGB die Reihenfolge der Personen, die Sie in Entscheidungen bezüglich medizinischen Massnahmen vertreten. Mit einer Patientenverfügung können sie von dieser gesetzlichen Kaskade abweichen.
Neben der Möglichkeit, Vertretungspersonen nach eigenem Gutdünken zu bestimmen, dient eine Patientenverfügung aber auch zur Entlastung Ihrer Angehörigen oder definierten Vertretungspersonen. Denn indem Sie in Ihrer Patientenverfügung ihre Wünsche festhalten, erfahren diese, wie sie in Ihrem Sinne entscheiden und handeln sollen. Die Patientenverfügung ist für die vertretenden und behandelnden Personen rechtlich verbindlich und dient diesen als Entscheidungsgrundlage.
Eine Patientenverfügung muss schriftlich errichtet, mit Datum versehen und eigenhändig unterschrieben werden. Im Zeitpunkt der Erstellung muss man urteilsfähig sein und darf nicht unter umfassender Beistandschaft stehen.

Sie sollten den Vertretungspersonen und/oder ihrem Vertrauensarzt eine Kopie der Patientenverfügung zukommen lassen, und die Vertretungspersonen auch über den Aufbewahrungsort des Originals informieren. Weiter besteht die Möglichkeit, auf der Versichertenkarte ihrer Krankenkasse zu vermerken, dass eine Patientenverfügung vorliegt und wo diese hinterlegt ist.

Bestellen Sie jetzt eine Patientenverfügung:

Broschüre: Patientenverfügung

Weiteres zum Thema Patientenverfügung:

Wozu brauche ich eine Patientenverfügung?

Was sollte ich beim Erstellen einer Patientenverfügung beachten?

Welche Aufgaben hat eine Vertretungsperson bei einer Patientenverfügung?

 

Vorsorgeauftrag

Durch einen Vorsorgeauftrag regeln Sie für den Fall, dass Sie wegen Krankheit oder Unfall irgendwann urteilsunfähig werden, welche Personen oder Institutionen in welchem Umfang für Sie handeln dürfen. Wir haben für Sie eine Vorlage für Ihren ganz persönlichen Vorsorgeauftrag erstellt.

In Ihrem Vorsorgeauftrag beauftragen Sie eine Vertretungsperson

Wichtig:

Wie bei einer Patientenverfügung wirkt sich ein Vorsorgeauftrag erst aus, wenn Sie als auftraggebende Person urteilsunfähig werden. Der Zeitpunkt der Wirkung beginnt mit dem Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde (KESB) über die Inkraftsetzung des Vorsorgeauftrages.

Vorlage für Ihren Vorsorgeauftrag

Hier laden Sie kostenlos unsere Vorlage für Ihren persönlichen Vorsorgeauftrag herunter.

Vorlage Vorsorgeauftrag

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Wozu brauche ich einen Vorsorgeauftrag?

Was sollte ich beim Erstellen eines Vorsorgeauftrages beachten?

Welche Aufgaben hat eine Vertretungsperson beim Vorsorgeauftrag?

 

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zuletzt aktualisiert am 30.09.2019

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