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Die neuen Sunrise-Abos im Vergleich

Sunrise hat heute neue Abos vorgestellt, die beim Roaming in der EU mit einem benutzerfreundlichen System aufwarten. Bei Swisscom gibt es ebenfalls per heute eine Preissenkung für Datenpakete im Ausland, diese wurden bereits vergangenen Mittwoch angekündigt. Der Konsumentenschutz und dschungelkompass.ch haben diese Änderungen analysiert und die Roaming-Tarife sowie die Benutzerfreundlichkeit der verschiedenen Roaming-Modelle der vier grössten Anbieter Salt, Sunrise, Swisscom und UPC miteinander verglichen.

Bei den heute von Sunrise präsentierten Abos stechen vor allem zwei Neuerungen ins Auge: Als erster Anbieter der Schweiz schafft Sunrise die Kosten für ankommende Anrufe ab, die auf die Sprachbox umgeleitet werden – dies gilt weltweit. Solch ein Anruf kostete bis anhin zwischen CHF 2.10 und 7.75. Allerdings ist dies bei Sunrise nur bei den neuen Abos der Fall. Bei den älteren Abos und Prepaid-Angeboten fallen diese Kosten weiterhin an. Das Abhören solcher Nachrichten bleibt bei allen Angeboten nach wie vor kostenpflichtig.

Die zweite interessante Neuerung betrifft die Datennutzung in den EU-Ländern sowie in den USA und Kanada: Sobald im Ausland Daten genutzt werden, schaltet sich automatisch ein Datenpaket mit 100 MB für CHF 1.90 ein. Nicht genutztes Datenvolumen verfällt allerdings nach 24 Stunden. Sobald nach dem Ablauf wieder Daten genutzt werden, schaltet sich ein neues Datenpaket ein. Wenn innerhalb von 24 Stunden die 100 MB aufgebraucht werden, wird der Datenverkehr aus Gründen der Kostensicherheit automatisch gesperrt. Wer aber innerhalb dieser 24 Stunden mehr Daten nutzen möchte, kann im Cockpit weitere Datenpakete zu den gleichen Konditionen aktivieren. Alternativ kann auch ein Datenpaket mit 2 GB für CHF 29.- gebucht werden. “Travel Day Pass Data“ ist auch für alle älteren Mobile-Abos von Sunrise verfügbar, die Option muss jedoch einmalig aktiviert werden. Durch das Aktivieren der Option ergibt sich auch weltweit ein Kostenschutz, denn das Surfen mit dem Standardtarif wird automatisch blockiert. Für Prepaid-Kunden ist diese Option jedoch (noch) nicht verfügbar. Oliver Zadori, Vergleichs-Experte von dschungelkompass.ch meint: «“Travel Day Pass Data“ erlaubt einerseits das Surfen zu günstigeren Tarifen als bisher, andererseits bietet es Kostensicherheit. Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht mehr eine Roaming-Option aussuchen und aktivieren muss.»

Die neuen Sunrise-Abos im Vergleich

Beim mittleren Abo “Freedom swiss calls“ gibt es einige Verbesserungen zum vorherigen “Freedom classic“. Es kostet monatlich CHF 5.- weniger und enthält mit 2 GB die doppelte Datenmenge. Das günstigste Abo wird um CHF 5.- teurer, bietet dafür neu Gratis-Anrufe auf drei Wunschnummern. Beim unlimitierten Abo für die Schweiz gibt es wenige Veränderungen. Ein Vergleich der neuen Abos finden Sie bei dschungelkompass.ch.

Roaming-Tarife im Vergleich

 Tabelle 1: Zusatzkosten für Roaming in verschiedenen Ländern

Roaming Vergleich

Gestützt auf ein Standardprofil (500 MB Daten, 5 SMS, 28 Minuten ankommende und 10 Minuten abgehende Anrufe während 14 Tagen) haben der Konsumentenschutz und dschungelkompass.ch die Roaming-Kosten für Schweizer Handynutzer in beliebten Feriendestinationen (Italien, Albanien, Thailand und USA) berechnet (siehe Tabelle 1). Gleichzeitig wurden die Kosten verglichen, die anfallen, wenn das Handy ohne, aber auch mit den besten Zusatzoptionen genutzt wird. Verglichen wurden vier Abos von Salt, Sunrise, Swisscom und UPC, welche in etwa gleich viel kosten und in der Schweiz unlimitierte Telefonie, SMS und mindestens 10 GB Datenvolumen beinhalten. Ebenfalls in Tabelle 1 ist der Vergleich zwischen dem bisherigen Sunrise Abo «Mobile Unlimited» und dessen heute lancierten Nachfolger «Freedom swiss unlimited» ersichtlich. Der Vergleich zeigt, dass die Kosten für den Auslandaufenthalt in Thailand und Albanien gleichgeblieben sind. Für Italien und die USA wird es in der Variante «mit Option» leicht günstiger (CHF 49.- statt CHF 51.40). Am meisten spart man, wenn man für zwei Wochen auf ein teureres Abo wechselt und dann wieder zurück auf das ursprüngliche. Bei den neuen Abos von Sunrise ist der Roaming-Standardtarif deaktiviert und kommt deshalb nur zur Anwendung, wenn ihn der Kunde aktiviert. Stattdessen wird in der EU sowie in den USA und Kanada automatisch ein Datenpaket gelöst (siehe oben). Dieser Umstand erklärt den grossen Preisunterschied zwischen dem neuen und alten Sunrise Abo in der Zeile «Standardtarif» in den Ländern Italien und USA. Generell ist zu bemerken, dass sich der Standardtarif für Daten bei den meisten Anbietern deaktivieren lässt oder es greift immerhin eine einstellbare Kostenobergrenze.

Ohne Zusatzoption schneidet Sunrise in den EU-Ländern nun viel günstiger ab als zuvor. Bei Swisscom entstehen keine Zusatzkosten, da die Nutzung bereits im Abo enthalten ist. Das Swisscom-Abo kostet jedoch 5 Franken pro Monat mehr als das Sunrise-Angebot. Da bei Sunrise und Salt die USA zur EU-Roaming-Zone gehören, sind die Kosten ohne Option bei Sunrise am tiefsten. Mit Zusatzoption ist jedoch Salt für die USA günstiger. In Thailand und Albanien entstehen bei Swisscom die tiefsten Zusatzkosten – dies mit aber auch ohne Zusatzoption. In diesen zwei Beispielländern kostet die Nutzung bei Swisscom rund ein Drittel von Sunrise und rund ein Viertel von Salt. Dies liegt vorwiegend an den günstigeren Datentarifen und -paketen. UPC bietet für die EU konkurrenzfähige Preise. Ausserhalb der EU ist UPC jedoch mit Abstand der teuerste Anbieter, da das Unternehmen dort keine Optionen anbietet.

Vergleich Datenroaming-Systeme

Während die Bedeutung von Telefonie und insbesondere SMS sinkt, wird die Datennutzung zunehmend wichtiger. Der Konsumentenschutz und dschungelkompass.ch haben deshalb die Praktikabilität der Datenroaming-Angebote von Salt, Sunrise, Swisscom und UPC genauer unter die Lupe genommen: Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier.

UPC und Sunrise bieten einen weiteren Spartrick an: Es ist problemlos möglich, für die Ferien auf ein teureres Abo zu wechseln, das mehr Roaming enthält. Bei Sunrise kann danach sofort, bei UPC nach einem Monat, wieder zurückgewechselt werden.

Fazit

Die neuen Tarife von Sunrise sind eine Verbesserung. Das neue System ist einfacher und günstiger. Beim EU-Roaming bietet UPC sehr günstige Tarife, da das Abo durch einen kleinen Aufpreis wie in der Schweiz genutzt werden kann. Ausserhalb der EU sollte jedoch das Abo nicht genutzt werden, da die Tarife sehr hoch sind. Bei Swisscom ist die Telefonie-Flatrate wie auch eine bestimmte Datenmenge für den EU-Raum enthalten, dafür kosten die Abos mehr. Beim Roaming ausserhalb Europas sollten bei Swisscom die tiefsten Zusatzkosten anfallen. Wer keine unlimitierte Datenmenge benötigt und Roaming eher selten nutzt, findet bei Sunrise, Salt oder UPC günstigere Abos. Es lohnt sich, die Angebote miteinander zu vergleichen.

Mit dem bereits aktualisierten Tarifrechner unter dschungelkompass.ch/mobile/tarifrechner.xhtml können Handynutzer die neuen Sunrise-Tarife mit den rund 19 anderen Anbietern gemäss eigenem Nutzungsprofil vergleichen. Mit dem Roaming-Tool unter dschungelkompass.ch/roaming kann mit wenigen Klicks herausgefunden werden, welche Inklusiveinheiten Ihr Abo im Reiseland enthält, welche Tarife gelten und vor allem welche Optionen für den Auslandaufenthalt optimal sind.

 

2 Kommentare zu “Die neuen Sunrise-Abos im Vergleich”



Patrick

Ich bin nicht ganz der Meinung, dass bei den oben erwähnten Anbietern (Sunrise, Salt, UPC) im allgemeinen Vergleich zu Swisscom günstiger sind.
Was das Roaming betrifft muss ich mich selber sicherlich noch einlesen, jedoch in den Abo-Preisen, habe ich als langjähriger Swisscom-Kunde (jetzt bei Sunrise wegen dem Netz) festgestellt, dass die Swisscom mit 98.- mit dem selben Abo von Sunrise Freedom relax 65.- günstiger war.
Die Begründung dafür ist, bei Swisscom kann jeder alle 2 Jahre ein neues Handy beziehen ohne jegliche Aufpreise zu bezahlen.
Hingegen bei Sunrise kostet mich jetzt mein Abo (vorher 65.-) seit dem Bezug eines neuen Handys 106.50.
Ich finde, wenn man einen Vergleich macht, sollten auch alle Faktoren geprüft werden.

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