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Post baut ab

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Die Post hat heute der Öffentlichkeit endlich eine Roadmap vorgelegt, wie sie über die nächsten drei Jahre ihr künftiges Netz abzubauen gedenkt. Zudem kündigt die Post an, mit der betroffenen Bevölkerung und Behörden über geplante Veränderungen systematisch und aktiv den Dialog zu suchen. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ist alarmiert, dass rund 100 Agenturlösungen weniger geplant sind als Poststellen geschlossen werden.

Die Post präsentiert ihre Roadmap bis 2020: Der Ersatz der Poststellen durch Postagenturen und Aufgabe-/Abholstelle ist insgesamt als Abbau zu betrachten, denn diese erbringen deutlich weniger Leistung, insbesondere im Bereich des Zahlungsverkehrs und der Postfächer. Die SKS kann insbesondere nicht nachvollziehen, weshalb im Vergleich mit den geplanten Schliessungen der Poststellen rund 100 weniger Postagenturen geplant sind. Die SKS befürchtet, dass vor allem ältere Konsumentinnen und Konsumenten mit der Geschwindigkeit der Veränderungen nicht Schritt halten können. Sie sind der altersbedingten eingeschränkten Mobilität angewiesen auf ein dichtes Poststellen- beziehungsweise Agenturnetz.

Zudem ist befremdend, dass die Post parallel zur Schliessung der Poststellen die digitalen Briefzustellungen (Swiss Post-Box) per Ende Monat in einer Hauruck-Übung deutlich verschlechtert: Anstatt 300 gibt es ab November für den gleichen Preis nur noch 40 gescannte Briefinhalte. Logisch und kundenfreundlich wäre es, dass diese Digitalisierung attraktiver gemacht wird, wenn die analogen Möglichkeiten eingeschränkt und verschlechtert werden. Dieser doppelte Abbau ist sehr kundenunfreundlich, eine solche Lösung kann sich nur ein Anbieter mit Monopolstellung leisten.

Offensichtlich hat die Post über ihre Informationspolitik nachgedacht und setzt neu auf Transparenz und Dialog, anstatt die Öffentlichkeit und ihre Kunden kurzfristig mit Entscheidungen zu konfrontieren, die für viele grosse persönliche Tragweite hatten und haben. Das ist erfreulich. Die SKS vermisste diese Haltung bei der Post in der Vergangenheit stark und kritisierte sie deshalb wiederholt. Die kurzfristige Information der Post über die Reduktion des Poststellennetzes stiessen die Konsumenten oft vor den Kopf  und die Schliessungsentscheide wirkten in ihrer Unmittelbarkeit oft willkürlich.

Die SKS wird die Umsetzung des Leistungsabbaus beobachten und sich weiterhin für eine gute Lösung für Betroffene einsetzen, notfalls auf politischem Weg.


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