Startseite Medienmitteilungen Ein Jahr Abgasskandal: Druck der Konsumenten wächst

Ein Jahr Abgasskandal: Druck der Konsumenten wächst

Abgasskandal-VersprechenVor knapp einem Jahr, am 18. September 2015, gab der Volkswagen-Konzern zu, dass er Millionen seiner Kunden betrogen hatte. VW gab sich reumütig und versprach „individuelle Information und Begleitung“. Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS zieht eine desaströse Bilanz zum Vorgehen des Weltkonzerns: dessen vollmundige Versprechen an die Kundinnen und Kunden stellten sich als Schall und Rauch heraus. In der Schweiz warten 75% der betroffenen Fahrzeughalterinnen und –halter noch immer auf konkrete Informationen und den Rückruf für das Update der Betrugssoftware.  Die SKS engagiert sich für eine pauschale Entschädigung der Betroffenen in der Schweiz und empfiehlt ihnen, sich hierfür bei der Stiftung „Volkswagen Car Claim“ anzumelden. Seit Ende Juni sind bereits 1‘700 Anmeldungen aus der Schweiz eingegangen. In Kalifornien hat „Car Claim“ mittlerweile die Herausgabe von Beweismaterial beantragt. Weitere Verfahren sind in Vorbereitung. Der Druck auf VW wächst.

Nach Aussagen des schweizerischen VW-Generalimporteurs AMAG steht ein Jahr nach Bekanntwerden des Betrugs die Ersatzsoftware für 46‘000 Wagen bereit, also für rund einen Viertel der 175‘000 in der Schweiz betroffenen Wagen. Davon wurden bis heute weniger als ein Zehntel, nur 16‘000 Autos, nachgerüstet. Viele Betroffene wollen mit dem Update zuwarten, bis sie sicher sein können, dass es keine nachteiligen Wirkungen auf die Motorenleistung, den Verbrauch und die Fahreigenschaften hat. Die restlichen 75% der Betroffenen haben von der AMAG seit letztem Winter keine Informationen mehr erhalten. Von der versprochenen „Transparenz“ und „individuellen Information und Beratung“ ist nichts geblieben. Kunden mit Härtefällen wurde unbürokratische Hilfe der AMAG versprochen. Doch dies geschah oft nur unter Drohung oder teilweise nach Vermittlung durch die SKS.

Stiftung „Volkswagen Car-Claim“ verstärkt den Druck auf VW

Der VW-Konzern und damit auch die AMAG haben sich auf die Aussage festgelegt, dass mit dem Update das Problem in Europa erledigt ist. Aus diesem Grund lässt sich der Weltkonzern bis jetzt nicht auf Verhandlungen mit der holländischen Stiftung „Volkswagen Car-Claim“ ein. Car-Claim bündelt bis heute 107‘000 Geschädigte aus 28 europäischen Ländern und bereitet mittlerweile mehrere Verfahren gegen VW vor. Unter anderem hat die Stiftung in San Francisco ein Offenlegungsverfahren eröffnet: die Beweise, die den amerikanischen Behörden im Zusammenhang mit der Abgasaffäre vorliegen, sollen auch den Europäern zur Verfügung stehen, damit Prozesse erleichtert werden. Der Druck auf VW steigt. Pauschale Entschädigungen sind nicht auszuschliessen – auch für Betroffene in der Schweiz.

Entschädigung für Betroffene in der Schweiz

Die SKS ist mit der gemeinnützigen Stiftung „Volkswagen Car-Claim“ eine Partnerschaft eingegangen und empfiehlt den Betroffenen in der Schweiz, sich kosten- und risikofrei anzuschliessen, was den Druck auf VW für pauschale Entschädigungen weiter erhöht. In den knapp drei Monaten seit der Bekanntgabe dieser Partnerschaft haben sich über 1‘700 Personen aus der Schweiz angemeldet. Online-Anmeldung: https://www.konsumentenschutz.ch/abgasskandal/


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