Startseite Medienmitteilungen Preisüberwacher zeigt: Systemwechsel bei Generikapreisen ist notwendig

Preisüberwacher zeigt: Systemwechsel bei Generikapreisen ist notwendig

In einer heute veröffentlichten Studie rechnet der Preisüberwacher vor, dass ein führender Generikahersteller für die gleichen Präparate in der Schweiz bis zu zehnmal höhere Preise verlangt als im Ausland. Dies zeigt, dass ein Systemwechsel notwendig ist. Durch die Einführung eines Festbetragssystems wären massive Einsparungen bei gleich hoher Qualität möglich. Der Vorwurf, ein Festbetragssystem führe zu „Billigmedizin“, ist aus der Luft gegriffen.

 

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Quelle: Generika-Auslandpreisvergleich: Schweizer Preise sind deutlich überhöht – Wechsel zu einem Festbetragssystem dringend

Preisüberwacher Stefan Meierhans zeigt mit einem Vergleich der Schweizer und ausländischen Preise eines international tätigen Generikaherstellers, dass wir für die gleichen Präparate im Schnitt etwa doppelt so viel zahlen. Noch viel grösser ist der Unterschied zum günstigsten Vergleichsland: in den Niederlanden sind die Preise gar zehnmal(!) tiefer als in der Schweiz.

Aufgrund seiner Erkenntnisse zieht der Preisüberwacher folgerichtig den Schluss, dass der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgesehene Wechsel zu einem Festbetragssystem unbedingt nötig ist. In diesem System, dass bereits in über 20 europäischen Ländern erfolgreich eingeführt wurde, werden Generika und patentabgelaufene Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff in Gruppen zusammengefasst und pro Gruppe ein Preis (Festbetrag) festgelegt, der von der Krankenkasse vergütet wird. Wünscht ein Patient ohne medizinische Gründe ein teureres Präparat, muss er die Differenz zum Festbetrag selber bezahlen. Dadurch können die Preise von Generika gesenkt und deren Marktanteil erhöht werden. Dies führt gemäss einer früheren Studie des Preisüberwachers zu Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe – bei gleichbleibender Qualität.

Die von den Gegnern eines Systemwechsels oft erwähnte Behauptung, dass ein Festbetragssystem zu „Billigmedizin“ mit geringerer Qualität führe, ist aus der Luft gegriffen:


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