Startseite Medienmitteilungen Fitnessverträge: Ungleiches Kräftemessen stoppen

Fitnessverträge: Ungleiches Kräftemessen stoppen

Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen (SKS, ACSI und FRC) und die Zeitschrift Beobachter gehen gemeinsam gegen missbräuchliche Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von Fitnesscentern vor. Sie mahnen diverse Betreiber wegen unlauterer Klauseln ab und fordern zugleich die Verbesserung der Passagen im Kleingedruckten.

Vor einem Jahr haben die drei wichtigen Telekommunikationsunternehmen während des Abmahnungsprozesses diverse Klauseln im Kleingedruckten angepasst. Diese nächste Runde im Kampf um faire AGB wird pünktlich am internationalen Jahrestag der Konsumentenrechte (15. März) eingeläutet: Den Anbietern von Fitness-Abos wird bis Mitte April 2015 eine Frist eingeräumt, der Forderung nach fairen Vertragsbedingungen nachzukommen.

Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) hat für Konsumentinnen und Konsumenten die wichtige Funktion, faire Marktbedingungen zu schaffen. Im Geschäftsalltag sind vorformulierte AGB von grosser Tragweite, denn Firmen können die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten im Kleingedruckten empfindlich einschränken. Die am 1. Juli 2012 in Kraft getretene Änderung von Art. 8 UWG verbietet Klauseln, die zum Nachteil der Konsumentinnen und Konsumenten ein erhebliches und ungerechtfertigtes Missverhältnis zwischen den vertraglichen Rechten und Pflichten vorsehen.

Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen und die Zeitschrift Beobachter hatten bereits im Sommer 2012 viele Unternehmen aufgefordert, ihre Klauseln zu überprüfen und anzupassen, doch unfaire Bedingungen sind bis heute weit verbreitet. Daher werden ein weiteres Mal konkrete Schritte unternommen, um die Bedingungen in Verträgen mit Fitnesscenter für alle Kunden zu verbessern.

In den AGB der Fitnesscenter finden sich folgende nachteiligen Klauseln, die zu einem massiven Ungleichgewicht führen:
• Die Kundinnen und Kunden sind in den Verträgen gefangen, denn die Verträge erneuern sich automatisch um ein Jahr. Es gibt keine Möglichkeit, ausserhalb des Kündigungstermins aus einem sogenannten Rollover-Vertrag auszusteigen.

• Trotz wichtiger Gründe kann ein laufender Vertrag nicht aufgelöst werden: Bei Umzug oder Unfall ist eine ausserordentliche Kündigung nicht möglich, auch nicht gegen eine anteilmässige Rückerstattung.

• Es besteht keine Möglichkeit, das laufende Abonnement an Drittpersonen zu übertragen, obschon dies gesetzlich vorgesehen ist.

• Ebenfalls gegen die gesetzlichen Bestimmungen ist die verbreitete Klausel des totalen Haftungsausschlusses. Diese Verantwortung können die Fitnesscenter nicht einfach auf die Kundinnen und Kunden abwälzen, denn ein Fitnesscenter muss beispielsweise bei Unfällen wegen schlechter Gerätewartung in der Pflicht stehen.

Den Betreibern der Fitnesscenter wird bis Mitte April 2015 eine Handlungsfrist eingeräumt. Die Forderungen sind klar: die genannten missbräuchlichen Klauseln müssen aus dem Kleingedruckten verschwinden. Falls die Anbieter die Zeit ungenutzt verstreichen lassen, werden rechtliche Schritte wegen Verletzung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb in Betracht gezogen.

Die Abmahnungen an 17 Fitnesscenter werden just zum internationalen Jahrestag der Konsumentenrechte, am 15. März, verschickt, um zu unterstreichen, dass auch in der Schweiz kontinuierliche Verbesserungen bei den Konsumentenrechten dringend notwendig sind.

Liste Fitnesscenter


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