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Nationalratskommission unternimmt nichts gegen Hochpreisinsel Schweiz

Die Zahlen sind klar: In der Schweiz zahlen Konsumentinnen und Konsumenten für identische Produkte deutlich mehr als in den Nachbarländern. Obwohl diese teilweise enormen Preisunterschiede nicht zu rechtfertigen sind, wollen die Politiker nichts gegen die Hochpreisinsel Schweiz unternehmen: An ihrer heutigen Sitzung haben die Mitglieder der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) eine Verschärfung des Kartellgesetzes abgelehnt. Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), kann diesen Entscheid nicht nachvollziehen.

Die Mitglieder der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) haben es heute bei der Beratung über die Revision des Kartellgesetzes unterlassen, etwas gegen die Hochpreisinsel Schweiz zu unternehmen: Abgelehnt wurde ein neuer Gesetzesartikel, der es Schweizer Unternehmen und Konsumenten ermöglicht hätte, identische Waren und Dienstleistungen zu den gleichen Preisen zu beziehen, die auch im Ausland gelten. Ebenso abgelehnt wurde ein Verbot von harten horizontalen und vertikalen Absprachen.

Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), kritisiert diesen Entscheid scharf: „Ohne Verschärfung des Kartellgesetzes wird es bei Importprodukten auch weiterhin einen ‚Zuschlag Schweiz‘ geben. Dieser Kaufkraftabfluss ins Ausland ist absolut unnötig und schadet unserem Land.“

Nach wie vor zahlen Schweizerinnen und Schweizer für identische Produkte deutlich mehr als in den angrenzenden Ländern, obwohl dort die Mehrwertsteuersätze klar höher sind. Insbesondere die Preisunterschiede zu Deutschland sind unerklärlich gross. Laut Preisbarometer.ch kosten in der Schweiz Kosmetikartikel (76%), Zeitschriften (53%), Lebensmittel (36%), Kleider (26%), Spielzeuge (25%), Sportartikel (21%) und Schuhe (13%) deutlich mehr als in Deutschland. Dies obwohl die Mehrwertsteuer in Deutschland deutlich höher ist als in der Schweiz.*

*Basis für den Vergleich ist entweder die Gesamtbranche oder jeweils der günstigste der drei umsatzstärksten Händler in Deutschland und in der Schweiz, Stand 14. Januar 2014.

 

Ein Kommentar zu “Nationalratskommission unternimmt nichts gegen Hochpreisinsel Schweiz”



Moeses Maimon

Ist das nicht etwas irreführend? Schädliche harte Kartelle und Vertikalabreden sind heute schon unzulässig und werden mit Millionenbussen belegt. Zudem, wenn ein Unternehmen von der Belieferung von einem Produkt abhängig ist, so ist auch heute schon eine Lieferverweigerung unzulässig und wird ebenfalls mit Millionenbussen belegt. Was wollt ihr mehr???

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