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Gentechnik am Glacestiel? SKS informiert

Unilever erhält Bewilligung für ein Eis-strukturierendes Protein, das mit Hilfe von Gentechnik hergestellt wird

In Zukunft wird auch in der Schweiz Glace auf den Markt kommen können, die einen Verarbeitungshilfsstoff enthält, der mit Gentechnologie hergestellt wurde: Das Bundesamt für Gesundheit hat dem Unilever-Konzern eine entsprechende Bewilligung für das Protein ISP erteilt. Deklariert werden muss dies auf dem Produkt nicht. Die SKS hat ein Faktenblatt aufgeschaltet mit einem Link zu Informationen, welche Glace in welchen Ländern damit hergestellt werden.

Das Eis-strukturierende Protein ISP (engl. Ice structuring protein) wird von Unilever für die Produktion von Glace verwendet, vorwiegend für die auch in der Schweiz beliebten Sorten Solero und Twister. Das Protein wird mit Hilfe von gentechnisch veränderter Hefe hergestellt. Da im Protein keine Hefe mehr enthalten ist und das Protein als Verarbeitungshilfsstoff gilt, muss dies – wie bei allen Verarbeitungshilfsstoffen – auf dem Produkt nicht deklariert werden. Das Protein soll bei der Glaceherstellung dafür sorgen, dass das Produkt mit feinen Eiskristallen statt mit etwas gröberen gefriert.

Das Protein wird von Unilever bereits weltweit verwendet, auch in Europa ist es in zahlreichen Ländern zugelassen – etwa in Grossbritannien, Irland, Spanien, Griechenland, Belgien, Holland oder Portugal. Da das Protein nicht als gentechnisch verändert deklariert werden muss, gibt Unilever auf den Glace-Verpackungen an, das das Eis-strukturierende Protein verwendet wurde zusammen mit einem Hinweis auf die Homepage www.sharehappy.com/ISP/. Aber: Welche Konsumenten sind sich bewusst, dass hinter ‚share happy‘ eine Information zu Gentechnologie versteckt ist? Nebst Anpreisungen über die Frische, Leichtigkeit, Natürlichkeit (ohne künstliche Aromen) wird schliesslich über die „coole Technologie“ gesprochen. Wer sich durch all die Werbesprüche durchkämpft, stösst irgendwo auf die Information, dass es sich bei dieser Technologie um Gentechnik handelt. Ganz am Schluss wird auch die Information nachgeliefert, welche Glace in welchem Land mit dem Protein ISP hergestellt wird.

Die SKS hat ein Informationsblatt aufgeschaltet mit einer Anleitung, wie man zu diesen Informationen gelangt. Unilever hat die Schweiz noch nicht aufgelistet, weil die Bewilligung erst erfolgte und noch keine Glace auf dem Markt ist. Die SKS geht aber davon aus, dass in absehbarer Zeit auch hierzulande entsprechende Produkte in den Verkauf gelangen.


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Ein Kommentar zu “Gentechnik am Glacestiel? SKS informiert”



Silvia Hagen

Das finde ich schlimm, sowas müsste einfach verhindert werden können.

Auf der einen Seite so restriktive Verkaufsbedingungen für Arzneimittel und dann sowas offiziell freigeben. Wissen die nicht was sie tun?

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