Startseite Medienmitteilungen Massgebliche Qualitätssteigerung der Grundversorgung in Ärztenetzwerken

Massgebliche Qualitätssteigerung der Grundversorgung in Ärztenetzwerken

Ärztenetzwerke: Fokus auf Qualitätsentwicklung

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat die bestehenden Ärztenetzwerke anlässlich der aktuellen Diskussion rund um Managed Care in Form einer Umfrage unter die Lupe genommen. Fazit dieses Vergleichs ist, dass vor allem das Alter sowie die Grösse eines Netzwerkes massgeblichen Einfluss auf die Resultate zeigen. Angesichts dieser Tatsache ist die umgehende Förderung von Ärztenetzwerken dringend notwendig.

Die SKS ist überzeugt, dass die Qualität der Gesundheitsversorgung in Form einer Koordination der Behandlungskette massgeblich optimiert werden kann. Anlässlich dieser These hat die SKS die bestehenden Netzwerke befragt und die eingegangenen Antworten unter die Lupe genommen. Von den 60 angeschriebenen Netzwerken haben folgende 12 den Fragekatalog beantwortet (alphabetische Reihenfolge):

• Ärztenetz Nordwest

• LimmiMed

• LuMed

• Meconex

• mediX Bern

• mediX Zürich

• RhyMed

• Sanacare Winterthur

• säntiMed

• Windisch

• WintiMed

• Zmed

Die SKS hat vornehmlich zum Qualitätsmanagement der Ärztenetze Fragen gestellt. So wurden die Netzwerke beispielsweise über den Austausch zwischen den Ärzten, über die Überwachung des Patienten innerhalb des Netzes, über die Plicht zur Teilnahme an Qualitätszirkeln sowie über die Weiterbildung des ärztlichen und nichtärztlichen Personals befragt. Zudem wurden patientenrelevante Aspekte angeschaut wie beispielsweise die Möglichkeit eines Wechsels des Vertrauensarztes oder die Information der Patienten zu bestimmten Krankheiten oder Präventionsmöglichkeiten in Form von Merkblättern. Auch interessierte die Frage, ob die Netzwerke eine Ombudsstelle als Ansprechpartner für die Patienten zur Verfügung stellen.

Die Auswertung wurde anhand eines vordefinierten Rasters vollzogen, wobei die Antworten wiederum entsprechend einer qualitätsorientierten Relevanz gewichtet wurden. Am besten abgeschnitten hat das Ärztenetz mediX Zürich, dicht gefolgt von mediX Bern und Sanacare Winterthur. Bei den Gewinnern der Umfrage handelt es sich um Zusammenschlüsse in der Grösse von 70-100 Ärzten. Bei dieser Grösse wird ein standardisiertes Qualitätsmanagement praktiziert, welches sich durch eine vorgegebene Anzahl (mindestens 10 Zirkel) pflichtmässig zu besuchender Qualitätszirkel auszeichnet. Doch auch kleinere Netzwerke können sich im Bereich des Qualitätsmanagements dem Vergleich mit den Grossen durchaus stellen. Dies ist ausgeprägt der Fall, wenn sie durch eine ausserordentliche Zusammenarbeit mit grösseren Netzwerken auf deren Qualitätsinstrumente Zugriff haben, wie dies drei Netzwerke laut Umfrage praktizieren. Bezeichnenderweise übt das Alter eines Netzwerkes massgeblichen Einfluss auf das Ranking aus. Auffällig ist die Tatsache, dass jene Netzwerke, die seit mehr als 10 Jahren bestehen, bei der Auswertung am besten abgeschnitten haben.

Die SKS stellt anhand dieser Ergebnisse fest, dass Ärztenetzwerke umgehend gefördert werden sollten, da das Angebot an Qualitätsinstrumenten den Patientinnen und Patienten wesentliche Vorteile bringen. Da Netzwerke eine gewisse Zeit benötigen, bis sie strukturell effizient funktionieren können und sich die obgenannten Qualitätsinstrumente etabliert haben, ist die Managed Care-Vorlage ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.


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