Startseite Medienmitteilungen Piktogramme: Erneuter Wechsel verlangt nach Information

Piktogramme: Erneuter Wechsel verlangt nach Information

Revision der Chemikalienverordnung

Vor sechs Jahren wurden die Warnhinweise für Chemikalien geändert, nun steht bereits wieder ein Wechsel an: Die orangen und roten Symbole verschwinden wieder, an ihre Stelle treten solche mit schwarzer, weisser und roter Farbe. Der Grund ist die internationale Vereinheitlichung der Warnhinweise für Chemikalien. Damit die Konsumentinnen und Konsumenten sich noch orientieren können, verlangt die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen SKS, ACSI und FRC, dass die Finanzierung einer längerfristigen Informationskampagne vorgesehen wird.

in Kreuz, eine Explosion oder verschmutztes Gewässer: Die Tabs für die Geschirrwaschmaschine oder der WC-Reiniger sind mit solchen Symbolen versehen und  geben an, wie gefährlich solch alltägliche, chemische Produkte sind. Gemäss der vorliegenden Revision der Chemikalienverordnung werden die bisherigen Piktogramme durch neue ersetzt: Schwarz auf weissem Hintergrund und in einem roten Rahmen. Ziel ist eine international einheitliche Handhabung der Warnhinweise. Diese Bestrebung ist zwar positiv, schwierig ist jedoch, dass bereits im Jahr 2005 das System umgestellt wurde und sich die bisherigen Warnhinweise erst langsam etabliert haben. Die Allianz verlangt deshalb, dass die notwendigen Mittel für eine breite Information der Bevölkerung vorgesehen und bereitgestellt werden. Die Informationskampagne, welche zwischen 2012 und 2015 durchgeführt werden soll, muss über genügend Mittel verfügen. Die Sicherheit ist bei Chemikalien und deren Handhabung ein wichtiger Aspekt.

Folgende Punkte in der revidierten Chemikalienverordnung betreffen die Konsumenten ebenfalls direkt:

„Greenwashing“ hat nicht nur für die Werbung von Autos oder Lebensmitteln stark zugenommen, auch für andere Produkte wie Glasreiniger oder Putzmittel hat die offensive Hervorhebung von vermeintlich positiven Aspekten des Produkts auf die Umwelt  stark zugenommen. Die Allianz verlangt, dass bei Reinigungs- und Waschmitteln solche Auslobungen überwacht werden, damit die Konsumentinnen und Konsumenten nicht getäuscht werden.

Gemäss dem Europäischen Chemikalienrecht REACH müssen die Konsumentinnen und Konsumenten informiert werden, wenn ein Produkt sehr bedenkliche Chemikalien enthält. Die vorliegende Verordnung sieht dies ebenfalls vor, allerdings erhalten die Konsumenten diese Information nur auf Anfrage. Die Allianz fordert, dass dies auf der Verpackung geschehen muss, denn nicht immer ist man sich bewusst, dass ein Produkt überhaupt bedenkliche Chemikalien enthalten könnte.

Die Allianz begrüsst zudem, dass in der Verordnung auch die Nanomaterialien aufgenommen werden. Es besteht allerdings die Befürchtung, dass für die Nanomaterialien ein gesetzlicher Flickenteppich am Entstehen ist. Aus Sicht der Allianz muss geprüft werden, ob nicht ein eigenes Gesetz zu Nanomaterialien mehr Sinn macht.

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