Startseite Medienmitteilungen Kein Spiel mit dem Feuer bei der Sicherheit

Kein Spiel mit dem Feuer bei der Sicherheit

Revision der Verordnung über die Sicherheit von Spielzeugen

Verschiedene Skandale haben es in den letzten Jahren gezeigt: Spielzeuge entsprechen keinesfalls immer dem Sicherheitsstandard, den sie eigentlich erfüllen müssten. Die SKS begrüsst deshalb die Anpassung an die EU-Vorschriften und damit klarere Abläufe und die Verschärfungen in den Sicherheitsanforderungen. In Bezug auf Chemikalien und Schwermetalle fordert sie schärfere Bestimmungen. Zudem werden die Vorschriften nur mit entsprechender Kontrolle und Sanktionen ihre Wirkung entfalten.

Höhere Sicherheitsanforderungen, genau definierte Verpflichtungen entlang der Produktions- und Handelskette sowie neue Regelungen bezüglich der Rückverfolgbarkeit und der Inhaltsstoffe sind positive Neuerungen, welche die Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug beinhaltet.

Die letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt, dass im Bereich der Sicherheit von Spielzeugen vieles im Argen liegt: Vor fünf Jahren jagte ein Rückruf den anderen, Millionen von Spielzeugen aus meist chinesischer Produktion mussten wieder vom Mark genommen werden.

Mit der Anpassung des Schweizer Rechts an dasjenige der EU übernimmt die Schweiz ein detaillierteres und verbessertes Recht, welches die SKS begrüsst. Generell müssen die Anforderungen an Spielzeug ein sehr hohes Niveau aufweisen, da sie für eine besonders sensible und anfällige Zielgruppe bestimmt sind. Inhaltsstoffe, welche im Verdacht stehen, krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend zu sein (sogenannte CRM-Stoffe), haben aus unserer Sicht deshalb in Spielzeugen nichts verloren. Die SKS als Mitglied der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen fordert deshalb, dass beispielsweise der Höchstgehalt von N-Nitrosamine in Natur- und Synthesekautschuk deutlich gesenkt wird, zumindest für jene Spielzeuge, welche für Kinder unter 36 Monaten gedacht sind. Die EU-Verordnung sieht einen Höchstwert von 0.05 mg/kg vor, wir fordern einen solche von 0.01 mg/kg.

Die Übernahme der EU-Gesetzgebung macht zudem nur Sinn, wenn gewährleistet ist, dass die entsprechende Kontrolle und Sanktionen auch durchgeführt und –gesetzt werden können. So muss der Vollzug und die Kontrollbehörden (Kantonschemiker, bzw. die Kontrollbehörde für Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände) mit den entsprechenden Kapazitäten ausgestattet werden. Zudem ist es für die Konsumentinnen und Konsumenten wie auch für den Vollzug enorm wichtig, dass sich die Schweiz so rasch wie möglich dem Sicherheitssystem RAPEX anschliesst. Rapex veröffentlicht die Rückrufe von Produkten, welche wegen Sicherheitsmängeln vom Markt genommen werden müssen. Der Anteil an Spielzeuge und Kinderprodukten ist hier auffallend gross.

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