Startseite Medienmitteilungen Post: Weniger Beanstandungen aber umstrittene Tariferhöhungen

Post: Weniger Beanstandungen aber umstrittene Tariferhöhungen

Stellungnahme der SKS zu Tariferhöhungen der Post

Wie die Post heute in einer Medienmitteilung bekanntgegeben hat, erhebt sie neuerdings bei gewissen Dienstleistungen Zusatzgebühren für Schalterkunden. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) wehrt sich gegen eine solche Diskriminierung. Ausserdem bezweifelt die SKS, ob die Verdoppelung des Tarifs bei Nachsendeaufträgen wirklich gerechtfertigt ist. Für das Jahr 2011 stellt die SKS der Post allerdings ein gutes Zeugnis aus: Die Beanstandungen seitens der Konsumenten haben sich gegenüber dem Vorjahr in etwa halbiert.

Der heute verschickten Medienmitteilung ist zu entnehmen, dass die Post die Preise für einzelne Dienstleistungen teilweise massiv erhöht. Insbesondere die Verdoppelung des Preises für einen Nachsendeauftrag (bei Weitergabe der neuen Adresse an berechtigte Dritte) von 15 auf neu 30 Franken (für Schalterkunden sogar auf 42 Franken) muss genauer analysiert werden. Die Post begründet den Aufschlag damit, dass die Umleitung der Post an die neue Wohnadresse eines Kunden bisher nicht kostendeckend erfolgte. Auf den ersten Blick scheinen 30 bzw. 42 Franken für die Weiterleitung der Post während 12 Monaten ein moderater Preis zu sein. Was die Post in ihrer Medienmitteilung allerdings nicht erwähnt, ist der Umstand, dass die von ihrer Kundschaft gemeldeten Adressänderungen ein lukratives Geschäft sind: Unternehmen bezahlen teilweise jedes Jahr fünfstellige Beträge, damit sie ihren Adressdatenstamm mit Hilfe der Datenbank der Post aktualisieren können. Ob dieses Geschäft, trotz dem Aufwand für die Nachsendungen, bisher nicht profitabel war, ist fraglich.

Diskriminierung von Schalterkunden

Die Post führt bei gewissen Dienstleistungen Zuschläge für die Bedienung am Schalter ein. Die SKS wehrt sich gegen eine solche Diskriminierung von Schalterkunden, da insbesondere älteren Menschen die Online-Abwicklung von Postdienstleistungen mangels Computerkenntnissen teilweise nicht möglich ist und auch nicht zugemutet werden kann.

Die SKS verlangt, dass der Preisüberwacher untersucht, ob die nun angekündigten Tariferhöhungen der Post gerechtfertigt sind.

Beanstandungen nehmen ab

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat im Jahr 2011 eine spürbare Abnahme der Beanstandungen über die Post festgestellt: Die Klagen der Konsumenten haben sich gegenüber dem Vorjahr in etwa halbiert. Ein Grund dafür dürfte die im Januar 2011 angekündigte und nun umgesetzte Verbesserung bei den Leerungszeiten der Briefkästen sein. Nach wie vor unzufrieden sind viele Kunden über die eingeschränkten Zahlungsmöglichkeiten in den Poststellen: Ausser in den Postshops und in den Postagenturen ist es nach wie vor nicht möglich mit Debitkarten (zum Beispiel Maestro) zu bezahlen, die nicht von der Postfinance herausgegeben wurden.

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