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Nährwertkennzeichnung wird verbindlich

Bundesrat unterstützt Motion von Nationalrätin Edith Graf-Litscher

Eine einfache, verständliche und verpflichtende Nährwertkennzeichnung hat Nationalrätin Edith Graf-Litscher in ihrer Motion gefordert. Diesem Begehren will der Bundesrat nun zumindest teilweise nachkommen: Er will die Nährwertkennzeichnung der EU übernehmen. Die SKS freut sich, dass die Nährwertkennzeichnung nicht mehr auf freiwilliger Basis geschehen soll, bedauert aber, dass der Bundesrat sich auf diese Mindestvariante beschränkt und keine weitergehende Lösung anpeilt.

Wer sich heute über die Nährwerte eines Lebensmittels informieren will, scheitert häufig daran, dass er auf dem Produkt keine Informationen dazu findet oder diese Informationen so kompliziert aufgeführt sind, dass sie nicht verstanden werden.

Immerhin in einem Punkt will der Bundesrat nun offenbar Klarheit schaffen: In der Antwort auf eine Motion von Edith Graf-Litscher äussert er den Willen, dass diese Nährwertkennzeichnung verpflichtend werden soll. Der Bundesrat will die EU-Verbraucherinformationsverordnung, welche noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, übernehmen. Bislang stand es den Anbietern frei, eine Nährwertkennzeichnung aufzuführen.

Für die Nationalrätin Graf-Litscher und die SKS ist dies erfreulich: So wird die freiwillige Kennzeichnung „Guideline Daily Amount“ GDA zwingend mit der Nährwertkennzeichnung ergänzt, welche den Energiewert, den Gehalt an Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiss und Salz pro 100 g oder 100 ml vorschreibt. Die GDA sind oftmals verwirrend: Mit ihren unrealistischen Portionengrössen und Richtwerten für die Tageszufuhr sind sie keine verlässliche Information für die Konsumenten.

Bedauerlich ist jedoch, dass der Bundesrat offenbar nicht bereit ist, weitergehende, einfache Kennzeichnungen einführen: Die SKS kann sich beispielsweise eine GDA vorstellen, welche mit den Ampelfarben Grün, Orange und Rot unterlegt ist. Dies würde insbesondere jenen Konsumentinnen und Konsumenten eine Orientierungshilfe sein, welche sich nicht mit den komplexen Nährwerten und täglichen Portionen befassen wollen oder können. Auch für Kinder und Jugendliche, welche je länger je mehr mit der Übergewichtsproblematik konfrontiert sind, wäre auf einen Blick verständlich und klar, wie ein Lebensmittel einzuordnen ist.


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