Startseite Medienmitteilungen Endlich: Süssigkeiten enthalten selten mehr Azofarbstoffe

Endlich: Süssigkeiten enthalten selten mehr Azofarbstoffe

Anbieter haben Rezepturen geändert

Die Schweizer  Behörden sperren sich, doch die Anbieter lernen trotzdem um: Eine Markterhebung der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen zeigt, dass auf dem Schweizer Markt deutlich weniger Süssigkeiten und Süssgetränke mit Azofarbstoffen auf dem Markt sind. In der Schweiz ist dieser Erfolg dem Druck der Konsumentenschutz-Organisationen auf die Anbieter und den EU-Behörden zuzuschreiben: Seit einem Jahr schreibt die EU einen Warnhinweis vor, wenn solche künstlichen Farbstoffe enthalten sind.

Azofarbstoffe stehen im Verdacht, die Konzentrationsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen negativ zu beeinflussen. Die EU schreibt deshalb seit einem Jahr einen Warnhinweis auf Süssigkeiten und Süssgetränken vor, wenn sie solch künstliche Farbstoffe enthalten. Die Schweizer Behörden verweigern – trotz Drängen der Konsumentenschutz-Organisationen – die Übernahme des Warnhinweises.

Eine Markterhebung der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen im letzten Jahr hat ergeben, dass von 55 untersuchten Produkten in rund einem Drittel solche Azofarbstoffe enthalten waren. Die Anbieter stellten aber in Aussicht, dass sie die Rezepturen freiwillig und  in absehbarer Frist abändern würden.

Die Allianz hat nachgeprüft und die Produkte ein Jahr später nochmals auf ihren Inhalt hin untersucht. Das Bild, das sich bietet, ist erfreulich: Die 19 Produkte mit Azofarbstoffen sind entweder nicht mehr erhältlich oder die Rezeptur wurde geändert. Auf etlichen Produkten findet sich nun ein Werbeclaim, dass das Produkt natürliche Zutaten enthalte oder auf künstliche Farbstoffe verzichte.

Die Migros hat leider im selben Zug die Preise dieser Produkte um 5 Prozent erhöht.

Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass die Konsumentinnen und Konsumenten sich nicht darauf verlassen können, dass die Produkte ohne diese Azofarbstoffe hergestellt werden: Der Marktcheck brachte ein zusätzliches, neues Produkt zu Tage. „Jelly Belly“ enthält die Azofarbstoffe E102, E110 und E129 . Auf der Packung ist jedoch kein Warnhinweis zu finden, wie er in der EU vorgeschrieben ist.

Marktuntersuchung 2011

Marktuntersuchung 2010


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