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Verlässliche Deklaration notwendig

Import von Schweinefleisch aus tierquälerischer Haltung

Fleisch aus tierquälerischer Haltung darf nicht auf den Teller kommen, ohne dass die Konsumentinnen und Konsumenten darüber informiert werden: Die Stiftung für Konsumentenschutz spricht sich für eine Deklaration von Tierhaltungen aus, welche in der Schweiz verboten sind. Insbesondere in der Gastronomie verschwindet solches Fleisch unbemerkt, wie das jüngste Beispiel von Schweinefleisch eindrücklich zeigt.

Die jüngste Kampagne der Nutztier-Organisation KAGfreiland zeigt es: Über zehn Millionen Kilo Schweinefleisch werden pro Jahr in die Schweiz  importiert. Der grösste Teil davon dürfte aus einer Produktion stammen, welche mit in der Schweiz verbotenen Methoden arbeitet. So werden Ferkel in Deutschland ohne Schmerzausschaltung kastriert – dies ist in der Schweiz seit anderthalb Jahren verboten. Auch das Coupieren von Schwänzen ist hierzulande nicht gestattet.

Es ist wichtig, dass die Grossverteiler grosses Gewicht darauf legen, solches Fleisch nicht zu importieren, so wie dies KAGfreiland verlangt. Wichtig ist jedoch auch, dass den Konsumentinnen und Konsumenten die notwendige Transparenz und Information geboten wird, damit sie entscheiden können, ob sie eine solche tierquälerische Produktion unterstützen möchten oder auf solches Fleisch verzichten wollen.

In der Schweiz verbotene Produktionsmethoden wie Antibiotika und Hormone zur Leistungssteigerung müssen dank der Landwirtschaftlichen Deklarationsverordnung LDV zwingend und schriftlich deklariert werden, ebenso die Käfighaltung bei Legehennen. Bereits vor zwei Jahren hat die SKS in der Vernehmlassung zur LDV verlangt, dass die Kastration ohne Schmerzausschaltung bei der Schweinemast auch aufgenommen wird.

Dank einer verpflichtenden Deklaration müssen sich die Konsumentinnen nicht auf wohlmeinende, aber bald in Vergessenheit geratene Versprechen der Grossverteiler verlassen. Zudem müssen Auflagen, welche in der LDV aufgenommen werden, auch in der Gastronomie schriftlich deklariert werden. Und erfahrungsgemäss verschwindet der grösste Teil des billig produzierten und importierten Fleisches in diesem Kanal.

Die Stiftung für Konsumentenschutz wird nun die Möglichkeit eines politischen Vorstosses prüfen. Die Umsetzung dauert zwar lange, würde den Konsumentinnen und Konsumenten aber längerfristig eine verlässliche Information bieten.


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Ein Kommentar zu “Verlässliche Deklaration notwendig”



Claudia

10 Mio. Kilo Fleisch und das nur vom Schwein und importiert! Kaum zu glauben ehrlich! Und die Schweizer essen das alles??? (Bin ja auch einer) Wieso haben die denn nicht schon längst Ringelschwänzchen bekommen? Entschuldige Mal, das ist einfach krass! Ich will jetzt einfach gar nicht wissen, wieviel davon fortgeworfen wird. Bestimmt unmengen!

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