Startseite Medienmitteilungen Tankstellenshops: Ja zur liberalen Öffnungszeiten

Tankstellenshops: Ja zur liberalen Öffnungszeiten

SKS verlangt Nachbesserungen, ist aber im Grundsatz einverstanden

Die Stiftung für Konsumentenschutz begrüsst grundsätzlich die Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops auf Autobahnraststätten und an Hauptverkehrsstrassen: An solchen stark frequentierten Verkehrsorten entsprechen 24-Stunden-Öffnungszeiten einem Bedürfnis der Reisenden und der Konsumenten. Damit nicht Tür und Tor für die uneinheitliche Handhabung geöffnet wird, verlangt die SKS aber Nachbesserungen der Vorlage.

Autobahnraststätten durften bislang nur Treibstoff und Gastronomieprodukte rund um die Uhr verkaufen. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es jedoch wenig einsichtig, weshalb nur ein Teilsortiment zwischen ein und fünf Uhr in der Nacht verkauft wird, der Rest aber während dieser Zeit unangetastet im Regal stehen bleiben muss. Tankstellenshops an Autobahnen und Hauptverkehrsstrassen, welche rund um die Uhr geöffnet sind, entsprechen einem Bedürfnis der mobilen und modernen Gesellschaft. Zudem sind Angestellte solcher Shops bereits heute teilweise der Nacht- und Sonntagsarbeit unterworfen.

Die Stiftung für Konsumentenschutz stimmt der parlamentarischen Initiative „Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops“ deshalb zu. Die Vernehmlassung geht heute zu Ende.

Für die Stiftung für Konsumentenschutz ist es jedoch wichtig, dass diese Zustimmung nicht als allgemeine Bejahung einer beliebigen Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten interpretiert wird. Die Nachteile für die ArbeitnehmerInnen einer solchen Liberalisierung liegen auf der Hand: Ohnehin unbefriedigende Arbeitsbedingungen werden nochmals verschlechtert, die gesundheitliche und soziale Belastung nimmt  weiter zu.

Die SKS bemängelt in ihrer Stellungnahme weiter, dass der Begriff „Hauptverkehrsstrassen“ nicht definiert wird und verlangt, dass dies in der Bundesratsverordnung geschehen muss.

Tankstellenshops sollen zudem „ein Waren- und Dienstleistungsangebot führen, das in erster Linie auf die Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet ist“. Die SKS betont erneut, dass alkoholische Getränke nicht zu diesem Angebot gehören. Mit einem Verbot von Alkohol würde auch das Problem entschärft, dass mit den erweiterten Öffnungszeiten rund um die Uhr günstig alkoholische Getränke erstanden werden können.

Vernehmlassungsantwort SKS

 

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