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Grünes Licht für den Verkauf von Denner Kaffeekapseln

Wegweisender Gerichtsentscheid für verstärkten Wettbewerb

Das Handelsgericht in St. Gallen hat heute zu Gunsten der Konsumentinnen und Konsumenten entschieden: Der Discounter Denner darf seine preisgünstigen Kaffeekapseln, welche mit den Nespresso-Maschinen kompatibel sind, ab sofort wieder verkaufen. Die Stiftung für Konsumentenschutz begrüsst diesen Entscheid ausserordentlich, da den Konsumentinnen und Konsumenten zukünftig eine grössere Kapselauswahl, auch bezüglich Preis, zur Verfügung steht. Zudem kann das Urteil Signalwirkung für andere Produkte haben.

Für manchen Kaffeeliebhaber war die Lancierung der Billig-Kapseln von Denner eine freudige Botschaft. Der Verkaufsstart letzten Dezember löste einen regelrechten Ansturm aus. Dies aus gutem Grund: die Denner-Portion kostet 33 Rappen, eine Nespresso-Kapsel kostet hingegen knapp 50 Rappen. Nespresso bzw. Nestlé reagierte umgehend, reichte beim Handelsgericht St. Gallen Klage ein und erwirkte zudem einen provisorischen Verkaufsstopp.

Dieser Verkaufsstopp ist nun per sofort aufgehoben worden. Somit steht den Konsumentinnen und Konsumenten fortan ein breiteres Angebot in den Verkaufsregalen zur Verfügung. Kaffeeliebhaber können vom preisgünstigen Kapselangebot profitieren und sind nicht wie anhin gezwungen, die teuren Nespresso-Kapseln zu kaufen.

Die Stiftung für Konsumentenschutz begrüsst diesen Entscheid und hofft, dass dieser auch Auswirkungen auf ähnliche überteuerte Produkte wie beispielsweise Ersatzzahnbürsten für elektrische Bürstensysteme sowie Ersatzrasierklingen für Markenrasierer haben wird. Die SKS fordert Nespresso auf, den Gerichtsentscheid nicht weiterzuziehen, sondern diesen zu akzeptieren.

 

Ein Kommentar zu “Grünes Licht für den Verkauf von Denner Kaffeekapseln”



Moses Maimon

D verstehe ich den Konsumentenschutz nun nicht so ganz. Es gibt doch genug kaffeekapselsysteme und gemahlener Kaffee. Wieso soll jetzt Denner als Trittbrettfahrer von der Investition von Nestle profitieren dürfen? Das Istform ein eher schlechter Anreiz für neue Investitionen, so dass ultimativ der Konsument keinen Vorteil hat. Zudem scheint ja
gemäss Presseberichten die Qualität und Verpackungsbilanz der Kopien eher minderwertig zu sein. Auch hier ist der Konsumentenvorteil fragwürdig. Wie steht der Konsumentenschutz hierzu?

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