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Verwirrende Swissness in den Aldi Regalen

Aldi wirbt intensiv mit Swissness und Schweizer Produkten

Aldi wirbt anlässlich seines 5-jährigen Bestehens in der Schweiz mit Swissness: Breite Werbekampagnen sollen der Kundschaft zeigen, wie schweizerisch der deutsche Discounter ist. Wer bei Aldi einkauft, findet jedoch Schweizer Lebensmittel ohne Schweizer Rohstoffe und eine verwirrende Fülle von Kennzeichnungen.

Jeder Detailhändler in der Schweiz betont, wie schweizerisch er ist – selbst Lidl, Denner oder auch Volg setzen auf „Swissness“.  Besonders auffällig war in diesem Herbst der deutsche Discounter Aldi: Er feiert sein 5-jähriges Bestehen in der Schweiz und führte verschiedene Werbekampagnen durch, welche die Swissness von Aldi hervorhoben. In einer auffälligen Kampagne warb Aldi etwa für Schweizer Lebensmittel. Das Logo, das auf Plakaten, Inseraten und Zeitungsbeilagen aufgedruckt war, suchte man in den Läden allerdings vergebens.

Wer sich auf der Website informiert, wird aufgeklärt: „Bei Aldi Suisse erhalten Sie Schweizer Obst, Gemüse, Milch, Käse und Fleisch – hergestellt gemäss den strengen Kriterien von ‚Suisse Garantie’“. Tatsächlich hat es mit Suisse Garantie gekennzeichnete Produkte, allerdings findet man auch querbeet andere Logos, um Schweizer Produkte zu kennzeichnen. Besonders prominent sind zudem die Biskuits mit einem Schweizer Kreuz gekennzeichnet – diese sind zwar hergestellt in der Schweiz, enthalten aber kaum Zutaten aus der Schweiz.

Auch andere, weit weniger aufwändig verarbeitete Produkte wie verpackter Salat werden mit dem Schweizer Kreuz gekennzeichnet, obwohl nur ein Teil oder gar keine Schweizer Salate drin stecken. Bei Produkten Zopfmehl erfährt man trotz Schweizer Kreuz nicht, woher die Rohstoffe stammen, sondern nur, dass sie aus der Schweiz oder Europa kommen.

Für die SKS ist klar: Produkte, die ausdrücklich mit Swissness beworben werden, müssen zu einem wesentlichen Anteil Rohstoffe aus der Schweiz enthalten. Bei Schweizer Lebensmitteln geht der Konsument keinesfalls davon aus, dass lediglich die Verarbeitung hierzulande erfolgt ist.

„Es ist begrüssenswert, dass Aldi Suisse Schweizer Produzenten berücksichtigt und Schweizer Produkte in das Sortiment aufnimmt“, hält SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder dazu fest, „allerdings sollte gerade bei Obst, Gemüse, Milch, Käse und Fleisch eine klare und unmissverständliche Kennzeichnung die Regel sein!“. Alles andere sorge für Verwirrung. Die SKS hat deshalb bei Aldi verlangt, dass eine verständliche und einheitliche Auszeichnung der Schweizer Produkte erfolgen soll. Zudem dürfen Produkte nicht mit „Schweiz“ beworben werden, wenn sie keine Rohstoffe aus der Schweiz enthalten.

Aldi Schweiz hat bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert, die Forderungen der SKS werden voraussichtlich im Januar gemeinsam diskutiert.


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