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Werbevorschriften für Alkohol nicht verwässern

SKS fordert wirksamere Werbevorschriften für Bier und Wein

Werbung und der Preis sind zwei wichtige Elemente, welche den Konsum von alkoholischen Getränken beeinflussen. Das Alkoholgesetz muss deshalb in diesen beiden Bereichen wirksame Massnahmen beinhalten, um problematisches Trinkverhalten insbesondere von Jugendlichen zu steuern.  Die SKS fordert weitergehende Werbeverbote für Bier und Wein sowie einen wirksamen Jugendschutz bei Online-Bestellungen von alkoholischen Getränken. 

Das Alkoholgesetz, das bis Ende Oktober in der Vernehmlassung ist, beinhaltet etliche positive Elemente: So wird im Gesetz geregelt, dass sogenannte Testkäufe durch Jugendliche möglich sein sollen. In dieser Frage bestand in den letzten Jahren eine gewisse Rechtsunsicherheit.

Auch die Verankerung des sogenannten „Sirupartikels“ ist zu begrüssen: Es müssen mindestens drei alkoholfreie Getränke im Angebot sein, welche billiger sind als das günstigste alkoholische Getränke. Jugendliche beschaffen sich jedoch oft ausserhalb der Gaststätten alkoholische Getränke. Die SKS fordert deshalb, dass auch der Detailhandel diesem „Sirupartikel“ nachkommen muss. Dies ist umso wichtiger, da im Detailhandel ein halber Liter Bier mittlerweile für rund 60 Rappen erhältlich ist.

Ein wirksamer Jugendschutz beinhaltet auch die Kontrolle der Altersgrenze, welche für Spirituosen bei 18 Jahren, bei anderen alkoholischen Getränken bei 16 Jahre liegt. In Online-Shops ist diese Kontrolle nicht immer gewährleistet, wie die SKS anlässlich von Testbestellungen feststellen musste. Online-Shops sollen deshalb nur alkoholische Getränke ausliefern können, wenn sie die Altersbeschränkung mit griffigen Massnahmen kontrollieren. „Bei Erstbestellungen soll deshalb mit Kreditkarte bezahlt werden müssen, um sicherzustellen, dass der Besteller volljährig ist“, will SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder eine verlässliche Kontrolle erreichen.

Die SKS bedauert, dass für die Werbung von Bier und Wein keine griffigeren Massnahmen im überarbeiteten Alkoholgesetz vorgesehen werden. Im Gegensatz zu den Spirituosen darf für diese alkoholischen Getränke auch sogenannte Lifestyle-Werbung betrieben werden. Jugendliche sprechen auf Werbung, welche ein positives Lebensgefühl darstellen, jedoch besonders gut an. Eine Einschränkung dieser Werbung ist besonders wichtig, da mittlerweile auch im Fernsehen und im Radio Werbung für Bier und Wein erlaubt ist.

In den letzten Jahren hat die Bierindustrie zudem verschiedene Grossanlässe als wirksame Werbeplattformen entdeckt. Da nicht nur sportliche, sondern ebenso kulturelle Grossanlässe von zahlreichen Jugendlichen besucht werden, soll das Werbeverbot für Spirituosen und andere alkoholische Getränke auch für diese Anlässe ausgeweitet werden.

Lockvogelangebote – also die Praxis, während bestimmten Zeiten vergünstigt Alkohol auszuschenken – sollen nach Ansicht der SKS nicht nur während bestimmten Zeiten, sondern vollständig verboten werden. „Mit solchen Angeboten werden insbesondere junge Konsumierende angesprochen“, hält SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder fest.

Zudem muss das Gesetz weitergehende Massnahmen im Bezug auf die Preislenkung enthalten: alkoholische Getränke sind – nicht zuletzt wegen tiefen Steuern – relativ günstig geworden. Um auf aktuelle Entwicklungen von Seiten der Anbieter oder der Konsumierenden reagieren zu können, muss der Bundesrat weitere Massnahmen – etwa Lenkungsabgaben – zur Verfügung haben.

Die Vernehmlassungsantwort der SKS


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