Startseite Medienmitteilungen Ernährungs-Kennzeichnung: Neustart, aber richtig!

Ernährungs-Kennzeichnung: Neustart, aber richtig!

Konsumentenschutz-Organisationen begrüssen den Neustart für ein Ernährungslabel

Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen ist überzeugt, dass eine einfache, verständliche Information für eine gesunde, ausgewogene Ernährung notwendig und sinnvoll ist. Wenig überrascht ist sie, dass das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) angestrebte Label Healthy Choices bei den Konsumentenbefragungen nicht den erhofften Anklang gefunden hat.

Die SKS, FRC und die ACSI sind überzeugt, dass eine einfache und verständliche Information insbesondere Kindern und Jugendlichen wichtige Impulse für die Wahl eines gesunden Lebensmittels geben kann. Von daher begrüssen sie, dass das BAG und die SGE einen neuen Anlauf für die Evaluierung und die Wahl einer Kennzeichnung nehmen.

Allerdings dürfen bei diesem Neustart die gemachten Fehler nicht wiederholt werden: Die Konsumentenschutz-Organisationen wurden viel zu spät in den Prozess einbezogen. Und auch die Konsumentenbefragung wurde erst durchgeführt, als das ganze Projekt bereits auf das Choices-Label eingespurt war. Von den Resultaten dieser Befragung zeigen sich ACSI, FRC und SKS nicht überrascht: Die bereits eingeführten GDA (Guideline Daily Amount) und das Choices-Label finden – jedes für sich – keine überzeugende Akzeptanz. Gegen die Ampel ist vorwiegend von Seiten der Lebensmittel-Industrie grosser Widerstand zu erwarten. Aber auch bei dem Label ist die Ablehnung bei den Anbietern gross: Rund 75 % lehnten es ab, das Label für ihre Produkte zu verwenden.

Damit Konsumentinnen und Konsumenten tatsächlich eine nützliche Information in Bezug auf Ernährung vorfinden, müssen mehrere Voraussetzungen gegeben sein:

•    Die Bedürfnisse der Konsumenten müssen von Anfang mit einbezogen werden.

•    Die Kennzeichnung darf nicht dazu führen, dass die Konsumenten teilweise in die Irre geführt werden, wie dies zurzeit mit der GDA teilweise der Fall ist.

•    Die Industrie muss stärker in die Pflicht genommen werden können. Solange nur Kennzeichnungen in Frage kommen, welche kein Entgegenkommen der Industrie in Bezug auf Kennzeichnung oder Rezepturänderung mit sich bringen, wird keine ernst zu nehmende Kennzeichnung eingeführt werden können.

Die Konsumentenschutz-Organisationen sind weiterhin bereit mitzuarbeiten und eine Kennzeichnung zu entwickeln. Allerdings muss diese Kennzeichnung verständlich, aussagekräftig und sichtbar sein!


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