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Holzherkunft wird deklariert

Bundesratsentscheid für die Konsumentinnen und Konsumenten

Heute hat der Bundesrat entschieden, dass die Herkunftsdeklaration von Holz ab Anfang Oktober umgesetzt werden soll. Die SKS begrüsst diesen Entscheid, er sorgt für Transparenz und mehr Wahlfreiheit. Damit die Deklaration korrekt und vollständig umgesetzt wird, benötigt es allerdings einige Anstrengungen des Büros für Konsumentenfragen, welches mit dieser Aufgabe betreut wurde.

Woher stammt das Holz für den neuen Gartentisch oder für das Parkett, das im Wohnzimmer verlegt werden soll? Konsumentinnen und Konsumenten, welche eine Antwort auf diese Frage wollen, tappen oft im Dunkeln: Eine Herkunftsdeklaration war bislang für Holz und Holzprodukte nicht vorgesehen. Dabei ist die Deklaration von grossem Interesse: Die Information ist für den Kaufentscheid wesentlich. Wer bestimmte Hölzer, bestimmte Anbauregionen oder lange Transportwege nicht in Kauf nehmen will, kann sich nicht entsprechend informieren. Ab Anfang Oktober wird dies ändern: Der Bundesrat hat die Verordnung über die Deklaration von Holz und Holzprodukten heute gut geheissen.

Die SKS freut sich über diesen für die Konsumentinnen und Konsumenten positiven Entscheid. Damit geht eine langjährige Forderung der Konsumenten- und Umweltschutzorganisationen in Erfüllung.

Wichtig ist nun eine vollständige und korrekte Umsetzung der Deklarationspflicht. Beauftragt ist damit das Büro für Konsumentenfragen, welches mit dieser Aufgabe Neuland betritt. Bereits in der Vernehmlassung haben die Konsumentenschutzorganisationen verlangt, dass das Büro mit den entsprechenden Mitteln und Kompetenzen ausgestattet wird, um die Aufgaben rund um die Einführung der neuen Deklaration und der Kontrollaufgaben wahrnehmen zu können.

Die Umsetzung hat ihre Tücken: In der Verordnung ist vorgesehen, dass mehrere Herkunftsländer deklariert werden können oder auch nur eine „Region“ angegeben werden kann, wenn das Herkunftsland nicht genau definierbar ist. Auch „Herkunft unbekannt“ ist möglich. Hier gilt es ein Gleichgewicht zwischen Täuschungsschutz und Information zu finden: Konsumentinnen und Konsumenten sollen nicht mit falschen Angaben oder mit Bezeichnungen wie „Asien“ oder „Europa“ abgespeist werden und der Handel darf sich nicht aus der Verantwortung ziehen, indem er allzu rasch auf die Nicht-Deklaration „Herkunft unbekannt“ zurückgreift.

 


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