Startseite Medienmitteilungen Freudentag für Handynutzer!

Freudentag für Handynutzer!

Wettbewerbskommission stützt Argumentation der Konsumentenschutz-Organisationen

Die Wettbewerbskommission hat die Fusion von Orange und Sunrise untersagt. Die Konsumentenschutz-Organisationen SKS, FRC und acsi sind hocherfreut. Sie hatten von der Weko das Verbot des Zusammenschlusses verlangt. Die Weko ist nun den Argumenten der Konsumentenschützer gefolgt: Die Fusion hätte zu einer marktbeherrschenden Stellung zwischen Swisscom und Orange geführt; diese beiden Grossen hätten wenig Anreize gehabt, sich aktiv zu konkurrenzieren. Damit bleibt immerhin ein Minimum an Wettbewerb im Telekommarkt erhalten. Die Fusionstendenz zeigt jedoch: Von alleine sinken die Preise nicht und der Anbieterwechsel wird einfacher. Die Konsumentenschutz-Organisationen SKS, FRC und acsi verlangen daher mit Nachdruck eine Revision des Fernmeldegesetzes (FMG), welche für Wettbewerb und tiefere Preise sorgen soll.

Die Konsumentenschutz-Organisationen SKS, FRC und acsi hatten von der Wettbewerbskommission das Untersagen der Telekomfusion Orange – Sunrise verlangt (Stellungnahme). Denn damit werde ein Duopol im Telekommarkt geschaffen. Die Fusion führe zwar zu Synergien, doch es bestehe kein Marktdruck, diese an die Konsumentinnen und Konsumenten weiterzugeben. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass sich Swisscom und Orange den Markt aufteilen und insbesondere die europaweit höchsten Handytarife weiterhin hochhalten werden.

Die Wettbewerbskommission ist heute genau dieser Argumentation gefolgt. Sie sieht ebenfalls, dass die Fusion den Wettbewerb ausschaltet statt fördert. Die Weko stellt zudem fest, dass durch die Fusion ausgerechnet der agilste Wettbewerber, Sunrise, aus dem Markt scheiden würde. Sunrise profilierte sich bisher sowohl mit innovativen Angeboten als auch mit politischen Reformforderungen. Es war daher zu befürchten, dass die neue Orange und Swisscom weit weniger agil gehandelt und politische Reformen blockiert hätten.

Mit seinem Entscheid hat die Weko ein Signal gesetzt, wenigstens den verbleibenden Wettbewerb im Telekommarkt nicht auszuschalten. Doch die Fusionstendenz zeigt: Der Markt alleine führt nicht zu Wettbewerb und tieferen Preisen. Hier muss die Politik nun ansetzen. Die Konsumentenschutz-Organisationen SKS, FRC und acsi verlangen daher vom Parlament die rasche Revision des Fernmeldegesetzes (FMG). Noch in diesem Sommer wird der Bundesrat einen entsprechenden Bericht veröffentlichen. Nötig ist insbesondere die Stärkung der Regulierungsbehörden: Wie in der EU soll in der Schweiz die ComCom die Preise der Telekomunternehmen absegnen und von sich aus senken können (Ex-Ante-Regulierung).

Ebenso muss der Anbieterwechsel erleichtert werden. Heute bestehen noch zahlreiche Hürden, beispielsweise können Angebote nur schwer verglichen werden und Verträge werden automatisch verlängert (Rollover). Die Konsumentenschutz-Organisationen haben insbesondere die Anliegen der automatischen Vertragsverlängerung und der uneinheitlichen Kündigungsfristen, welche einen Wechsel massgeblich verhindern, bei Swisscom, Orange und Sunrise deponiert. Die entsprechenden Gespräche werden nun weitergeführt.

Die Konsumentenschutz-Organisationen erwarten daher von Orange und Sunrise, den Entscheid nicht ans Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen, sondern von sich ihren Beitrag für die Gestaltung eines dynamischen Telekommarktes zu leisten.

Ein Kommentar zu “Freudentag für Handynutzer!”



Mauro B

Keine Frage eine gute Sache – wenn man nun auch die Ausland-Roaming Gebühren in den Griff bekommt wäre dies eine feine Sache

Ratgeber

E-Ratgeber (PDF): Vorsicht Betrug!

Gönnerpreis: 3.50 CHF
Normalpreis: 7.50 CHF

Hosting von oriented.net