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Herkunft von Holz soll deklariert werden

Mehr Transparenz und Information für Konsumentinnen und Konsumenten

Die Herkunft von Holz und Holzprodukten soll deklariert werden: Damit wird einer langjährigen Forderung seitens der Umwelt- und Konsumentenschutz-Organisationen nachgekommen. Für die Konsumentinnen und Konsumenten ist die Herkunft ein wichtiges Kriterium für den Kaufentscheid.  Schwachpunkt der vorliegenden Verordnung ist die Kontrolle.

Es existieren zwar verschiedene Label, welche eine nachhaltige Holzbewirtschaftung auszeichnen. Aber selbst bei diesem Holz erfahren die Konsumentinnen und Konsumenten nicht, woher das Holz stammt. Die Herkunft des Holzes ist jedoch ein wichtiges Kriterium: Aus ökologischen und sozialen Gründen möchten viele Konsumentinnen und Konsumenten nicht Holz kaufen, welches aus illegalem Holzhandel stammt, von anderen Kontinenten importiert oder sonst über weite Strecken transportiert wird.

Da es sich um eine neue Deklaration handelt und die Einführung angesichts des internationalen Holzmarktes eine anspruchsvolle Aufgabe ist, begrüsst die SKS, dass in einem ersten Schritt Rund- und Rohholz sowie Produkte aus Massivholz deklariert werden sollen. Trotz Schwierigkeiten, die Herkunft des Holzes über die ganze Produktionskette nach zu verfolgen, darf eine Deklaration „Herkunft unbekannt“ jedoch nicht eingeführt werden: Die SKS wehrt sich dagegen, weil mit einer solchen Möglichkeit die ganze Deklarationspflicht ad absurdum geführt wird.

Mit der Verordnung wurde zum ersten Mal eine solche Vorlage dem Konsumenteninformationsgesetz (KIG) angefügt. Zuständig für die Überwachung und Kontrolle ist demzufolge das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen. Da das Büro zur Zeit weder über Erfahrung in der Kontrolle und Überwachung noch über das entsprechende Fachwissen bezüglich des internationalen Holzhandels verfügt, muss das Büro unbedingt durch geeignete, erfahrene Behörden unterstützt werden. Dies ist ein zentraler Punkt der Vorlage, denn ohne wirksame Kontrolle wird die Deklarationspflicht umgangen. Zudem besteht die Gefahr der Falschinformation oder der Täuschung der Konsumentinnen und Konsumenten.

Vernehmlassung Holzdeklaration


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