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Andere Finanzierungsquellen prüfen

Tariferhöhung im öffentlichen Verkehr

Ende Jahr sollen die Tarife im öffentlichen Verkehr um 6,4 % steigen. Die SKS verlangt, dass die Gründe für die Erhöhung transparent gemacht werden: Während zweier Jahren hat beispielsweise die SBB im Personenverkehr Gewinne verzeichnet, aufgrund der Teuerung drängt sich ebenfalls keine Erhöhung der Tarife auf. Es müssen weitere Finanzierungsquellen geprüft werden und nicht nur die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs zur Kasse gebeten werden.

Zwischen 0 und 20 % mehr sollen die Benutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Verkehrs ab Ende 2010 bezahlen. Für die SKS ist störend, dass gerade diejenigen, welche die öffentlichen Verkehrsmittel regelmässig und oft benutzen, besonders stark zur Kasse gebeten werden.

Die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs sollen nicht alleine für die Investitionen in die Infrastruktur und das Rollmaterial aufkommen. Der Bereich Personenverkehr bei den SBB hat in den letzten zwei Jahren erfreuliche Gewinner verzeichnet, es ist also nicht einsichtig, weshalb gerade die Reisenden mehr für den öffentlichen Verkehr aufwenden sollen.

Für die SKS ist auch klar, dass nicht einzig der öffentliche Verkehr teurer werden darf und diese umweltfreundliche Mobilität gegenüber dem Privatverkehr an Attraktivität verliert. „Es müssen auch zusätzliche Finanzierungsquellen gesucht werden“, betont SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder. Konkret sollen neue Quellen wie die CO2-Abgabe auf Treibstoffe genutzt werden, welche auch dem öffentlichen Verkehr zugute kämen. Zudem sollen auch die Dienstleistungsbetriebe in den SBB-Bahnhöfen einen Beitrag leisten.

Weshalb eine Tariferhöhung in diesem Ausmass notwendig ist, muss nach Ansicht der SKS offen gelegt werden. Der Preisüberwacher soll Einblick in das Dossier erhalten und in Kenntnis aller Fakten seine Meinung dazu äussern können: Angesichts der kritischen Wirtschaftslage und der dringend angebrachten Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität müssen die Tariferhöhungen gut begründet werden können und die Gründe, welche dazu führen, transparent gemacht werden.

2 Kommentare zu “Andere Finanzierungsquellen prüfen”



H.G.Nägeli

Die SBB verbaut auf „ihren“ Grundstücken Beispiel in Zürich Millionen für bahnfremde Zwecke und macht damit, so ist anzunehmen, Riesengewinne. Die SBB ist deshalb zu verpflichten eine Gesamtrechnung zu führen damit die Finanzlage transparent wird. Vor diesem Hintergrund dürfte die Tariferhöhung nicht zu rechtfertigen sein.



Jürg Schmid

Der Preis fürs Halbtax-Abo ist viele Jahre gleich geblieben. Aber der geplante Aufschlag ist ein zu dicker Brocken. Wenn wenigstens der Service (Wagenreinigung, Toiletten) besser wäre.

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