Startseite Medienmitteilungen Parlament: Konkret sparen bei den Gesundheitskosten

Parlament: Konkret sparen bei den Gesundheitskosten

PatientInnen und Versicherte wollen vom Parlament endlich konkrete Taten sehen!

Nach dem Prämienschock erwarten die Versicherten und PatientInnen vom Parlament endlich konkrete Sparmassnahmen. Die Vorschläge sind auf dem Tisch und können noch diese Woche vom Ständerat beschlossen werden. Die SKS erwartet jetzt: Handeln statt verzögern!

 

Ärzte, Apotheker und Pharmaindustrie schliessen einen „Friedensvertrag“ und verlangen gemeinsam eine Verbesserung des Risikoausgleichs und die Finanzierung der Gesundheitsleistungen aus einer Hand.  Erfreut nimmt die Stiftung für Konsumentenschutz zur Kenntnis, dass ihre Forderung, der sinnlosen Jagd auf die guten Risiken Einhalt zu gebieten, endlich auch von dieser Seite Unterstützung erhält. Die SKS spricht sich auch für eine Finanzierung aus einer Hand aus, sofern diese Massnahme zu mehr Transparenz und mehr Effizienz führt.

Diese Vorschläge können aber konkrete, sinnvolle und rasche Sparmassnahmen im Gesundheitswesen, wie sie von der ständerätlichen Gesundheitskommission vorgeschlagen werden, keinesfalls ersetzen. Im Gegenteil: Endlich ist es der Politik gelungen, sich auf wichtige Massnahmen zu einigen, die beträchtliche Einsparungen ermöglichen, ohne Abstriche bei der Qualität und der Versorgung mit medizinischen Dienstleistungen.

Was die ständerätliche Gesundheitskommission vorschlägt, macht aus Sicht der PatientInnen und Versicherten Sinn und entlastet bereits im 2011 Prämienzahlende und PatientInnen:

Vorgeschlagen werden unter anderem:

–    Ein Verbot von Provisionen und Courtagen für die Vermittlung von Verträgen in der sozialen Grundversicherung.

–    Eine Senkung der Vertriebsmarge. Diese ist gerechtfertigt, nachdem die Vertriebsmargen in der Schweiz nach wie vor deutlich höher sind als in sämtlichen umliegenden Ländern.

–    Eine Anpassung der Tarife in den Spitalambulatorien: Es gibt keinen Grund, weshalb die gleichen Leistungen im Spitalambulatorium höher vergütet werden als in der Arztpraxis.

–    Eine Vergütung der Arzneimittel, die sich an der Wirtschaftlichkeit orientiert: Teure Medikamente werden weiterhin vergütet, sofern ein therapeutischer Nutzen dafür vorhanden ist.

–    Ein Beitrag aller Versicherten – ausser Kindern – an den Kosten des Aufenthalts im Spital.

Die Vorschläge der ständerätlichen Gesundheitskommission beinhalten auch eine Opfersymmetrie: die vorgeschlagenen Sparmassnahmen sind so konzipiert, dass die verschiedenen Kreise (Ärzte, Apotheker, Pharma-Industrie, Krankenversicherer und PatientInnen) einen Beitrag leisten müssen. Diese Massnahmen haben nichts mit „Hektik“ zu tun, im Gegenteil: Geplant waren die Massnahmen bereits für 2010, jetzt muss das Parlament dafür sorgen, dass diese wenigstens für die Prämien 2011 wirksam werden!

Die Erarbeitung der Projekte „verfeinerter Risikoausgleich“ sowie „Finanzierung aus einer Hand“ werden Jahre in Anspruch nehmen. Sie sind keinesfalls ein Ersatz für die geplanten Sparmassnahmen, die für die Prämien 2011 wirksam werden können.

Die SKS fordert das Parlament auf, die vorgeschlagenen Sparmassnahmen rasch umzusetzen. Die Bevölkerung ist darauf angewiesen, dass konkrete Massnahmen jetzt umgesetzt werden.


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