Startseite Medienmitteilungen Glasfaser: jetzt handeln, sonst droht ein Investitionsfiasko

Glasfaser: jetzt handeln, sonst droht ein Investitionsfiasko

SKS verlangt Einbezug der Konsumentinnen und Konsumenten in die Glasfaser-Entscheidungen

Wenn die Politik nicht Regeln für den Glasfaserbau festlegt, werden die hohen Preise im Telekommunikationsmarkt auf mehr als 10 Jahre hinaus zementiert. Zudem wird ein digitaler Stadt-Land-Graben Realität. Die SKS fordert daher eine Revision des Fernmeldegesetzes und ein entschlossenes Handeln der Elektrizitätswerke. Nötig sind die Aufnahme der Glasfaser in die Grundversorgung und die Trennung von Netz und Diensten. Nur durch diese Trennung entsteht Wettbewerb, der tiefe Preise und qualitativ hochstehende Angebote hervorbringt. Die SKS verlangt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten in die Entscheidungen über den Glasfaserausbau miteinbezogen werden. Nur so werden deren Anliegen berücksichtigt – und der Wettbewerb hat eine Chance.

Das heutige Kupferkabel hat ausgedient. Aufgrund neuer Dienste wie hochauflösendem Fernsehen (HDTV) und vermehrter Internetnutzung werden die Konsumentinnen und Konsumenten in Zukunft das Glasfaserkabel nutzen können, mit einer bis zu 1000 Mal höheren Übertragungsrate als heute. Daher sind mehrere Projekte für den Bau des Glasfasernetzes in der Pipeline. Doch insbesondere die Swisscom, private Anbieter wie Sunrise und die Elektrizitätswerke streiten über den richtigen Weg – unter Ausschluss der Konsumentinnen und Konsumenten. Die SKS verlangt daher, deren Anliegen zu berücksichtigen. Es geht nicht an, dass die Anbieter alleine über den Telekommunikationsmarkt entscheiden!

Kein Wunder, dass die Zukunft düster aussieht. Wenn das Glasfasernetz so gebaut wird, wie es die jüngsten Pläne vermuten lassen, wird das Ergebnis folgendes sein:

•    Die Investitionen in den Städten sind so gesteuert, dass weiterhin kein Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt herrscht. Die heutige Situation des hohen Marktanteils der Ex-Monopolistin Swisscom und damit hohe Preise für Festnetztelefonie (z.B. Anschlussgebühr) und Internet wird in 10 Jahren noch dieselbe sein.

•    Ein digitaler Stadt-Land-Graben wird Realität. Denn auf dem Land wird praktisch nicht investiert. Denn dort sind die Investitionen bis zu 10 Mal teurer.

Möglich macht dies eine Lücke im Fernmeldegesetz (FMG). Denn dies gilt nur für das bald überholte Kupferkabel. Bezüglich Glasfaser können die Unternehmen tun, was sie wollen. Auch die Kommunikationskommission ComCom hat keine Regulierungskompetenz. Ihre jüngst ausgehandelte Empfehlung (u.a. diskriminierungsfreier Zugang zum Netz) hat keinerlei bindende Wirkung.

Um einen digitalen Stadt-Land-Graben zu verhindern und endlich Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt zu schaffen, verlangt die SKS eine FMG-Revision. Entscheidend ist die Trennung der Netzinfrastruktur von den Diensten (Internet, Digitalfernsehen etc.). Die Netzinfrastruktur soll einer unabhängigen Netzgesellschaft gehören, beispielsweise den Elektrizitätswerken. Die Dienstanbieter (Swisscom, Sunrise, VTX etc.) mieten ihre Faser bei der Netzgesellschaft. Da sie kein eigenes Netz haben, sind sie gezwungen, mittels preislich attraktiven und qualitativ hochstehenden Angeboten um die Konsumentinnen und Konsumenten zu werben. Das ist Wettbewerb!

Ebenso muss das Glasfasernetz in die Grundversorgung aufgenommen werden. Weiter fordert die SKS die Elektrizitätswerke und die Gemeinden als deren Eigentümer auf, teure Parallelbauten auf Gemeindeebene zu verhindern.

Die SKS hat ihre Forderungen dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) übermittelt. Denn Mitte 2010 wird der Bundesrat einen Bericht zum Glasfaserausbau vorlegen.

2 Kommentare zu “Glasfaser: jetzt handeln, sonst droht ein Investitionsfiasko”



habiwinti

Vor 2 Jahren schrieb ich Hr. Leuenberger, dass man Vorschriften für den Standbyverbrauch der Setopboxen erlassen solle. Weniger als 1 Watt seien technisch kein Problem. Ich bekam dann einen abschlägigen brief, wegen WTO etc. könne er keine solche Vorschrift erlassen. Die neuen Setopboxen für das Digitalfernsehen der Cablecom brauchen im Standy
weniger als 1 W. Die Industrie hat hat schneller realisiert, asl unser Behörden schreiben können! Ich bin der Meinung ,dass FTTH durch die Gemeinwesen geabut werden sollen, wie Starssen, Wasser, Strom etc. Die Anbieter können dann die Leitungen für Ihre Angebote mieten. So würde der Wettbewerb spielen und die Glasfasernetze würden nur zu den
echten Kosten belastet!



MAD

wunschdenken…
entweder die gemeinden werden selber aktiv, wie es einige erfolgreich schon getan haben, (also einen grossen teil selber bezahlen) oder es bleibt den telcos überlassen und die bauen ihr glas nur in den städten.

Cablecom bekämpft FTTH jetzt schon massiv und hält am alten kupfer fest, anstatt selber mit dem bau zu beginnen.

Br. Leuenberger hat ja schon mehrfach bewiesen dass er gar nicht an themen wie digital-tv, telecommunikation etc, interessiert ist.

heute wird über die grossen investitionen gejammert, morgen wird man sich fragen warum das netz nicht auf aktuellem stand ist.

wäre doch der bau eines landesweiten FTTH netzes, unter beteiligung aller, nicht nur eine der besten investitionen in die zukunft, sonder würde auch die wirtschaft in gang bringen.

aber man verlocht die mia. ja viel lieber in der armee.

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