Startseite Medienmitteilungen Kundendienst: Zweiklassengesellschaft steht bevor

Kundendienst: Zweiklassengesellschaft steht bevor

SKS verlangt vom BAG, allfällige Kundenungleichbehandlung

der Krankenkassen zu sanktionieren

Zahlreiche Unternehmen führen die Zweiklassengesellschaft bei ihrem Kundendienst ein: Umsatzkräftige Kundinnen und Kunden warten weniger lang an der Hotline und erhalten allenfalls Spezialbehandlung. Die SKS ist empört: Gerade im Schadenfall bei einer Versicherung oder bei einem Ausfall (z.B. Internet) ist die diskriminierende Behandlung inakzeptabel. Wer für eine Leistung zahlt, hat Anrecht auf den Kundendienst – unabhängig von seiner Finanzkraft. Die SKS prüft, wie die Gleichbehandlung auf Gesetzesebene garantiert werden kann. Zudem gelangt sie in einem Schreiben ans BAG. Denn gerade in der obligatorischen Grundversicherung muss das BAG allfällige Ungleichbehandlungen unterbinden.

Der «Tages-Anzeiger» hat es heute ans Licht gebracht: Auch in der Schweiz klassifizieren immer mehr Unternehmen ihre Kundinnen und Kunden danach, wie viel sie ihnen einbringen. Doch nicht nur das: Der Kundenservice hängt zunehmend von der Umsatzstärke und der Bonität der Kundinnen und Kunden ab. Wer wenig Umsatz generiert, muss bei Anrufen auf die Unternehmenshotline länger in der Warteschleife ausharren. Gute Kundinnen und Kunden hingegen erhalten bisweilen gar Hilfe von einem Spezialteam.

Die SKS ist entrüstet über den schleichenden, aber steten Abbau der Servicequalität bei grossen Unternehmen. Bereits ist es gang und gäbe, sich mit einer 0800-Nummer gegenüber den Kundinnen und Kunden abzuschotten. Wer eine Anfrage hat, muss sich zum Teil mühsam zu einem Angestellten durchkämpfen; direkte Telefonnummern fehlen. Weiter werben vor allem Telekommunikationsunternehmen Neukundinnen und -kunden mit attraktiven Angeboten an, währenddem bestehende Kundinnen und Kunden weitaus weniger von Aktionen profitieren können.

Nun gehen die Unternehmen einen Schritt weiter: Kundinnen und Kunden mit weniger Umsatz werden benachteiligt. Die SKS ist empört: Es ist inakzeptabel, dass beispielsweise bei einem Ausfall (Internet, Handy)  oder einem Schadenfall weniger attraktive Kundinnen und Kunden schlechter behandelt werden. Wer für eine Leistung bezahlt hat, dem stehen gemäss Vertrag entsprechende Serviceleistungen zu – unabhängig von seiner Umsatzstärke und seiner Bonität. Die SKS prüft daher Schritte auf Gesetzesebene. Insbesondere müssen bei Schaden- oder Problemfällen alle Kundinnen und Kunden gleich behandelt werden.

Weiter gelangt die SKS mit einem Schreiben ans Bundesamt für Gesundheit (BAG), ob die Kundendienste der Krankenkassen in der obligatorischen Grundversicherung «schlechte» Versicherte benachteiligen. Ist dies der Fall, verlangt die SKS vom BAG, dagegen einzuschreiten. Denn es geht nicht an, dass kranke Versicherte diskriminiert werden. Zudem müssen alle Konsumentinnen und Konsumenten eine Grundversicherung abschliessen.


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

2 Kommentare zu “Kundendienst: Zweiklassengesellschaft steht bevor”



A.R. Beiter

Schade, dass ausgerechnet der Konsumentenschutz keine Ahnung von den Tatsachen hat.

Die Kundendienste der allermeisten Unternehmen begünstigten nämlich die nörgelnden, motzenden und am wenigsten zahlenden „Kunden“. Wer sich andauernd beschwert und wegen jeder Nichtigkeit einen Aufstand macht, bekommt Treueprämien, Geschenke und kann von den besten Aktionen profitieren. Die Zeche bezahlen alle Kunden, die jahrzehntelang brav ihre
Rechnungen begleichen und sich niemals melden. Sie werden von diesen Firmen nämlich schlichtweg nicht wahrgenommen.

Motzer, Geizkragen und Nörgeler beherrschen und beschäftigen die Kundendienste, so sieht es aus.



MAD

der kunde ist zum melken da, hat zu kuschen und darf froh sein,
überhaupt die (über)-bezahlte leistung zu erhalten.
wer reklamiert, wird in die endlos-schleife abgeschoben.

hilfe von der politik ? wer’s glaubt.
und wenn doch mal was in gang kommt, lassen sie’s wieder von den lobyisten verwässern.
ihr eigentlicher arbeitgeber, wir, hat nicht mal ne lobby.
kein wunder, die einen sind anwälte/wirtschaftsleute,
die anderen blauäugige, naive, uninformierte amateure.
und der brauchbare rest kommt auf keinen grünen zweig.

gesetze werden sowieso von der wirtschaft gemacht:
„sonst ziehen wir halt in’s ausland…“

konkurenz unter krankenkassen, toll was ?
bald das selbe bei infrastruktur: strom, wasser, strasse, öffentlicher verkehr etc.
alles in den freien markt, abzocken und verlottern lassen.

Ratgeber

Ratgeber: Frühpensionierung

Gönnerpreis: 34.00 CHF
Normalpreis: 39.00 CHF

Kinder-Impfungen – eine Entscheidungshilfe

Gönnerpreis: 19.00 CHF
Normalpreis: 24.00 CHF

Miniratgeber: Komplementärmedizin

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF


Hosting von oriented.net