Startseite Medienmitteilungen SKS verlangt günstigeres Telefonieren und mehr Transparenz

SKS verlangt günstigeres Telefonieren und mehr Transparenz

Vernehmlassung zur Änderung der Fernmeldedienstverordnung

Mehr Transparenz im Telekommunikationssektor – dies schlägt das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) in der heute endenden Vernehmlassung der Fernmeldedienstverordnung vor. Die SKS erachtet die Neuerungen (aktive Information über die hohen Auslandgebühren, Veröffentlichung von Statistiken über Fehlerquoten und Wartezeiten) als dringend nötig. Dies genügt aber nicht. Die letzte Meile, Auslandtelefonate und Anrufe auf überteuerte 090x-Nummern müssen günstiger werden. Zudem verlangt die SKS weitere Massnahmen für mehr Wettbewerb und mehr Transparenz. Nur so können die Konsumentinnen und Konsumenten von der begonnenen Liberalisierung des Telekommunikationssektors wirklich profitieren.

Beschwerden aus dem Bereich Telekommunikation belegen ungebrochen und mit Abstand den Platz 1 der Beschwerden, die bei der SKS eintreffen. Konsumentinnen und Konsumenten werden ungenügend informiert und bewusst getäuscht. Teilweise ist die Kundenbetreuung die Fernmeldedienstanbieterinnen mangelhaft. Die SKS würdigt daher, dass das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) mit der Änderung der Fernmeldedienstverordnung (FDV) für mehr Transparenz sorgen möchte. Als dringend nötig erachtet die SKS die Umsetzung folgender BAKOM-Vorschläge:

•    Hohe Roaming-Gebühren (Auslandnutzung des Handys): Sowohl am Verkaufspunkt als auch während des Auslandaufenthaltes soll der Konsument über die hohen Tarife aktiv informiert werden.

•    Transparenz über die Qualität: Die Unternehmen müssen neu alljährlich ihre Statistiken über Wartefristen an der Hotline, ihre Fehlerquote und die Geschwindigkeit der Reparaturbehebung veröffentlichen.

•    Schutz vor Internetfallen: Ein Klick im Internet auf eine täuschende Website – und schon hat man ein teures SMS-Abo gelöst. Damit soll Schluss sein. Solche «Verträge» müssen neu mit dem Handy bestätigt werden.

«Wettbewerb ist nur möglich, wenn Preise und Qualität vergleichbar sind», stellt Sara Stalder, SKS-Geschäftsleiterin fest. «Heute herrscht ein solches Wirrwarr im Telekommunikationsmarkt, sodass die Konsumentinnen und Konsumenten nur ungenügend von Liberalisierung profitieren können.» Daher ist die Revision leider auf halbem Wege stehen geblieben. Massnahmen zur Senkung der überhöhten Preise und zur Intensivierung des Wettbewerbs fehlen. Die SKS verlangt daher insbesondere:

•    Teure letzte Meile: Die Netzzugangspreise auf der letzten Meile dürfen nicht zwei Mal abgeschrieben werden, sondern müssen den tatsächlichen Kosten entsprechen. Damit könnten die Konsumentinnen und Konsumenten jährlich 400 Millionen Franken weniger für das Festnetz bezahlen.

•    Hohe Roamingpreise: Wie die EU soll auch die Schweiz endlich Höchstpreise für die Auslandgebühren festlegen!

•    Tiefere Mehrwertpreise: Die Preisobergrenzen für 090x-Nummern schützen die dubiosen Firmen. Pro Anruf dürfen heute bis zu 400 Franken verlangt werden!

•    Hohe Surftarife: Surfen mit dem Handy ist exorbitant teuer. Wie es das BAKOM beim Roaming vorschlägt, braucht es auch hier schriftliche Information am Verkaufspunkt und Kostenwarnungen.

•    Keine automatische Vertragsverlängerung: Kündigungstermin verpasst? Schon sind die Konsumentinnen und Konsumenten ein weiteres Jahr an ihren Anbieter gebunden. Denn die Verträge laufen automatisch weiter und es findet keine Information über die Kündigungsfrist statt. Die SKS verlangt die Abschaffung so genannter «Rollover»-Verträge und eine Information (z.B. per SMS) 1 Monat vor Ablauf der Kündigungsfrist.

•    «Musicstar»-Preisangabe: Die SKS verlangt die saubere Preisangabe beim Televoting (z.B. «Musicstar»).

Vernehmlassungsantwort der SKS (pdf, 296 kb)

Es können keine Kommentare hinterlassen werden. Die Kommentarfunktion ist für diesen Beitrag deaktiviert.

Ratgeber

E-Ratgeber (PDF): Vorsicht Betrug!

Gönnerpreis: 3.50 CHF
Normalpreis: 7.50 CHF

Hosting von oriented.net