Startseite Medienmitteilungen Schweizerkreuz-Bschiss der Lebensmittelindustrie

Schweizerkreuz-Bschiss der Lebensmittelindustrie

SKS publiziert Liste von «falschen» Schweizer Produkten

Gross prangt das Schweizerkreuz auf der Lebensmittelverpackung – und zahlreiche Rohstoffe stammen aus der ganzen Welt, nur nicht aus der Schweiz. Der «Kassensturz» hat gezeigt, dass dieser Bschiss zuhauf vorkommt. Nun will der Bundesrat dagegen vorgehen und die Vorschriften verschärfen, um die Marke Schweiz zu stärken. Insbesondere die Lebensmittelindustrie läuft dagegen Sturm. Die SKS schafft daher Transparenz: Sie wird eine Liste mit stossenden Beispielen publizieren. Dabei stützt sie sich auf eigene Recherchen, Meldungen der Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Tätigkeit von Behörden und Bauernverbänden.

Der «Kassensturz» hat es gezeigt: Heute werden zahlreiche Produkte, vor allem Lebensmittel, als Schweizer Produkte angeworben, obwohl sie gar nicht aus der Schweiz stammen. Gross prangen mehrere Schweizerkreuze auf der Verpackung, die Zutaten stammen hingegen aus der ganzen Welt. Die SKS ist darüber empört: Die Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, für Schweizer Produkte einen höheren Preis zu bezahlen. Mit der Täuschung zahlen sie aber mehr für Nicht-Schweizer-Produkte!

Einige Beispiele sind:

•    Victorinox-Accessoires: Stolz prangt das Schweizer Wappen auf den Victorinox-Taschenmessern. Aber auch auf Regenschirmen, Zahlenschlössern und Taschen von Victorinox. Im Gegensatz zu den Taschenmessern werden diese Produkte aber alle in China hergestellt.

•    Trutenfleisch «Coq Suisse»: «Suisse» im Namen und ein Schweizer Kreuz unter der Abbildung eines Truthahns – doch die Truten stammen aus Ungarn.

•    Bündner Fleisch: Das hochwertige Bündnerfleisch und andere Bündner Fleischprodukte müssen nicht von Schweizer Rindern stammen. Häufig wird argentinisches Fleisch in Graubünden verarbeitet. Dennoch heissts «Bündner» Fleisch.

•    Teigwaren: Deutlich ist das Schweizerkreuz auf der Verpackung zahlreicher Teigwaren zu sehen. Der Hartweizengriess kommt hingegen nicht aus der Schweiz (kein Anbau in der Schweiz). Ebenso stammen die Eier zum Teil aus der EU, zum Teil aus der Schweiz.

Die aufgegleiste Revision der «Swissness»-Bestimmungen ist daher dringend nötig. Der Bundesrat schlägt vor, dass 80 Prozent der Rohstoffe von Lebensmitteln, die als Schweizer Lebensmittel beworben werden, aus der Schweiz stammen müssen. Doch die Lebensmittelindustrie läuft Sturm gegen die Revision. «Das Lobbying der Lebensmittelindustrie ist unerhört», empört sich Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS. «Die Firmen wollen den Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin Lebensmittel mit dem Schweizerkreuz unterjubeln, die gar nicht aus der Schweiz stammen.» Die SKS pocht auf eine strenge Regelung zugunsten der Konsumentinnen und Konsumenten: 90 Prozent der Rohstoffe von Lebensmitteln mit Schweizerkreuz müssen aus der Schweiz stammen. Ausnahmen soll es möglichst wenige geben, beispielsweise für «Schweizer Schoggi».

Die SKS wird eine Liste der stossendsten Beispielprodukte veröffentlichen. Nur mit Transparenz kann dem Lobbying der Lebensmittelindustrie Paroli geboten werden. Die SKS stützt sich dabei auf eigene Recherchen sowie auf die Tätigkeit der Behörden und der Bauernverbände. Ebenso können Konsumentinnen und Konsumenten der SKS melden, wenn sie Missbrauchsfälle entdecken.


Auf Facebook teilen    Auf Google+ teilen

Ein Kommentar zu “Schweizerkreuz-Bschiss der Lebensmittelindustrie”



Alex Frank

Konsumentenschutz ist gut. Die Täuschung des Konsumenten durch die Lebensmittelindustrie schlecht und sollte klar bekämpft werden. Jedoch bitte beachten. Es gibt nicht genügend Rohstoffe in der Schweiz um zum Bsp. die Produktion von Willisauer Kirsch mit ausschliesslich CH-Kirschen zu decken, oder haben sie jemals von Schweizer Pfefferkörner oder
Schweizer Ingwer gehört ? Gerber Fondue soll ausländische Gewürze und Wein enthalten…in der Schweiz wachsen keine Gewürze (ausser Alpen Salbei, der wie Petersilie schmeckt)… man sollte es nicht übertreiben…logischer Menschenvertsand sollte trotzdem walten..

Ratgeber

Miniratgeber: Günstig und gut: Lebensmittel

Gönnerpreis: 4.50 CHF
Normalpreis: 9.50 CHF

Ratgeber: Gut, gesund und günstig

Gönnerpreis: 19.00 CHF
Normalpreis: 24.00 CHF

2 Miniratgeber: Smart einkaufen

Gönnerpreis: 8.00 CHF
Normalpreis: 17.00 CHF


Hosting von oriented.net