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Offener Brief an die Pharma

Medikamentenpreise: Auch Pharma soll einen Beitrag leisten!

Die grossen Pharmaunternehmen weisen trotz Wirtschaftskrise Milliardengewinne aus. Einen Beitrag an die Kostenstabilisierung im Gesundheitswesen will die Pharma dennoch nicht leisten. Im Gegenteil, sie droht mit Arbeitsplatzverlusten. Statt auf Angstmacherei zu setzen, fordern die Konsumenten- und Patientenorganisationen die Mitglieder der Interpharma auf, jetzt und freiwillig ihren Beitrag zur Stabilisierung der Gesundheitskosten zu leisten.

Offener Brief an die Mitglieder der Interpharma (Actelion, Merck Serono, Novartis, Roche) und assoziierte Mitglieder (Bayer Schering Pharma Schweiz, Cilag Switzerland und Vifor)

Hunderte von Arbeitsplätzen würden verloren gehen, wenn im Medikamentenbereich 600 Millionen Franken pro Jahr eingespart würden, drohte Interpharma an diesem Wochenende in der Sonntagspresse. In diesen Tagen werden die Verbände der Pharmaindustrie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu den Sparvorschlägen im Bereich der Medikamente angehört. Obwohl die vorgesehenen Sparmassnahmen äusserst moderat ausfallen, scheint der Widerstand der Pharmaverbände sehr gross.

Dies ist für uns nicht nachvollziehbar:

Nur ein Drittel der in der Schweiz verkauften Medikamente werden tatsächlich in der Schweiz hergestellt. Die Gewinne der grossen Pharmaunternehmen waren – trotz weltweiter Wirtschaftskrise – mit 8 Mill. Franken (Novartis) und 10 Mill. Franken (Roche) im vergangenen Jahr unverändert hoch.

Über 10 % höhere Krankenkassenprämien werden viele Versicherte kaum mehr bezahlen können. Mitten in einer Wirtschaftskrise werden die Kaufkraft der Versicherten und damit der Wirtschaftsstandort Schweiz zusätzlich geschwächt.  Zudem haben die Versicherten bereits zur Senkung der Gesundheitskosten beigetragen.

Ein Beitrag der Pharmaunternehmen an die Stabilisierung der Gesundheitskosten ist aus unserer Sicht deshalb notwendig und wird in naher Zukunft nicht nur von den Konsumenten- und Patientenorganisationen mit mehr Nachdruck verlangt werden, sondern auch – wie bereits geschehen – von Seiten der Politik. Wir sind überzeugt, dass eine Volksinitiative für tiefere Medikamentenkosten von breiten Kreisen mitgetragen würde. Der Stellung und dem Image der Pharmaindustrie würde ein Entgegenkommen in dieser Thematik besser anstehen – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse der Versicherten und der Wirtschaft.

Wir bedanken uns im Namen der vier Konsumentenorganisationen (ACSI, FRC, kf, SKS) und des Dachverbands Schweizerischer Patientenstellen DVSP für Ihre Kenntnisnahme und hoffen, dass Sie mit Ihrem Einfluss als Mitglied der Interpharma zu einer raschen Lösung beitragen!


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Ein Kommentar zu “Offener Brief an die Pharma”



Heinz Müller

Eigenartig. „Trotz Wirtschaftskrise ..“
Der Satz liest sich, als ob es grundsätzlich verboten sei oder zumindest anrüchig, wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Sie vergessen bei Ihrer Polemik, dass diese Branche hierzulande 5.5 Milliarden jährlich investiert, fast 120’000 Menschen zu Arbeit verhilft und 28 Milliarden Exportüberschuss generiert. Sollte man sie dafür nicht eher loben, als
à tout prix bestrafen zu wollen?

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