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Pharma: Keine faulen Kompromisse

Konsumentenschutz empört über geplanten Pharma-Deal

Der Druck auf die Versicherten ist enorm. Die Prämiensteigerungen von voraussichtlich 10-15 Prozent belasten die Haushalte massiv und dies ausgerechnet mitten in der Rezession. Doch statt zu handeln und endlich die Medikamentenkosten zu senken, war von Bundesrat Couchepin bis heute nichts zu hören. Setzt Couchepin erneut auf einen Deal mit der Pharma? Die Stiftung für Konsumentenschutz ist empört über die Untätigkeit des Gesundheitsministers, der einmal mehr die Interessen der Pharma-Industrie höher gewichtet als jene der Haushalte und Familien. Die SKS erwartet von Santésuisse, dass sie ihre im März 2009 geäusserten Forderungen durchzieht und sich nicht auf Spiele mit der Pharma einlässt.

Jeder fünfte Franken in der Grundversicherung wird für Medikamente ausgegeben. Das Einsparpotenzial bei den Medikamenten beträgt gemäss Angaben von Santésuisse über 800 Mio. Franken. Der weitaus grösste Teil der überhöhten Medikamentenkosten fliesst an ausländische Konzerne, da 69 Prozent der kassenpflichtigen Medikamente importiert sind. Trotzdem ist Bundesrat Couchepin bis heute untätig geblieben, obwohl er mit Änderungen, die in seinem Kompetenzbereich liegen, allein in diesem Jahr über 500 Mio. Franken bei den Medikamenten hätte einsparen können – was einer Entlastung der Haushalte um rund 2,5 Prämienprozente entspricht.

Nachdem das BAG im Jahr 2006 mit der Pharma bereits einen ziemlich faulen Deal ausgehandelt hatte, besteht die Befürchtung, dass man nun erneut auf einen Deal mit der Pharma setzt. Die Pharma hat bekanntgegeben, dass sie Einsparungen im Umfang von 170 bis 250 Mio. mittragen würde. Allerdings handelt es sich dabei um einmalige Einsparungen (deren Wirkung also sehr schnell verpufft), ausserdem sind bei den vorgeschlagenen Preissenkungen auch noch Rekurse von Seiten einzelner Pharma-Firmen zu erwarten. Schliesslich will sich die Pharma diese mickrigen Senkungen mit einem Stillhalteabkommen über mehrere Jahre „erkaufen“.

Die Stiftung für Konsumentenschutz ist empört und fordert Bundesrat Couchepin auf, endlich seine Kompetenzen auszuschöpfen, um die Versicherten mit einer raschen und massiven Senkung der Medikamentenkosten im Umfang von mindestens 800 Mio. Franken zu entlasten.

Konsumentenorganisationen haben zusammen mit dem Präsidenten von Santésuisse, NR Claude Ruey, sowie Mitgliedern des Ständerates (SR Verena Diener und SR Christoffel Brändli) im März 2009 an einer Medienkonferenz aufgezeigt, wie Einsparungen bei den Medikamenten im Umfang von rund 500 Mio. Franken rasch und ohne Gesetzesänderungen umzusetzen sind. Santésuisse muss nun ebenfalls Druck auf den Bundesrat ausüben.

Ein Deal zwischen Santésuisse und der Pharma-Industrie wäre aus Konsumentensicht unverständlich und inakzeptabel und würde die Glaubwürdigkeit der Krankenversicherer als Vertreter der Versicherten vollständig untergraben.


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Ein Kommentar zu “Pharma: Keine faulen Kompromisse”



Casagrande Denise

Guten Tag

Es ist unglaublich, wie die Bevölkerungseit Jahren finanziell über den Tisch gezogen und betrogen wird.
Wie Macht-und Profitgier über das Wohl der Bevölkerung gestellt wird und zwar von Politik, Wirtschaft, Industrie und leider auch von der Krebsliga, welche sich weiterhin ua von der Pharmaindustrie sponsoren lässt(E-mail-Schriftverkehr an die Präsidentin der Krebsliga, welche das offensichtlich in Kauf nimmt- eigene Aussage: der von der
Pharmaindustrie gesponsorte Betrag mache nur einen kleinen Teil aus???)
, welche nach wie vor Produkte mit krebserregenden Stoffen herstellt.
Nun der „saubere und redliche“ Schein trügt oftmals.
Mit Prävention wäre einiges zu bewirken.
Man kann dazu sagen: vorwärts zur Natur und weniger Chemieeinsatz in jedem Bereich. Denn der Mensch wird durch Menschen vergiftet.
Zudem ist der Mensch das letzte Glied in der Nahrungskette.

Freundliche Grüsse und weiterhin so ein tolles, ehrliches Engagement für die Menschheit.

Denise Casagrande

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