Startseite Medienmitteilungen Gesundheitskosten: Nicht nur Versicherte zur Kasse bitten

Gesundheitskosten: Nicht nur Versicherte zur Kasse bitten

Runder Tisch zur Kostenentwicklung

Die SKS ist enttäuscht, dass Bundesrat Couchepin mit der Einführung einer Behandlungsgebühr einmal mehr auf Kosten der Prämienzahler Kosten senken will, dafür jene schont, die Profit aus dem Gesundheitswesen schlagen. Das dringliche Gesetzespaket, welches heute in Aussicht gestellt wurde, muss andere Wege für Einsparungen aufzeigen.

Patientinnen und Versicherte waren heute am Runden Tisch nicht vertreten. Aber sie sollen nach Ansicht von Bundesrat Couchepin und dem BAG mit einer Behandlungsgebühr dazu beitragen, dass die massive Kostensteigerung im Gesundheitswesen gedämpft wird. „Die Sparmassnahmen im Bereich der Medikamentenpreise sind noch nicht klar. Aber auch die Pharmabranche muss ihren Teil zur Kostendämpfung leisten“, hält SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder fest, da sie mit der Einführung einer Behandlungsgebühr für die Patienten nicht einverstanden ist. Mit höheren Franchisen und einem höheren Selbstbehalt wurden die Versicherten bereits zur Kasse gebeten. Nun sind als nächstes die Leistungserbringer an der Reihe, ihren Beitrag zu leisten.

Die SKS begrüsst hingegen, dass der Bundesrat die Kompetenz erhalten soll, die TARMED-Taxpunktwerte zu senken. Dies kann ein Hebel sein, um die finanzielle Abgeltung der Grundversorger zu verbessern und diejenige der Spezialärzte zu senken.

Höhere Beiträge zur individuellen Prämienverbilligung befürwortet die SKS in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit ebenfalls. Für Familien und wenig Verdienende stellen die Prämien bereits jetzt eine enorme Belastung ihres Budgets dar, die anstehenden Prämienerhöhungen müssen weiter abgefedert werden.

Längerfristig genügen die heute andiskutierten Massnahmen jedoch nicht. Angesichts der enormen Kostensteigerungen, die im Gesundheitswesen anstehen, reicht es nicht, Symptome zu bekämpfen und Kosten zu verlagern. Es müssen auch Massnahmen ergriffen werden, welche die Pharmabranche und diejenigen Gruppen mit starken Lobbys treffen: Bei den Medikamenten sind beispielsweise Einsparungen in der Höhe von 500 Millionen Franken möglich, ohne dass Qualitätseinbussen in Kauf genommen werden müssen.

„Grundsätzlich müssen wir jedoch vom System abkommen, dass möglichst viele Leistungen erbracht und abgegolten werden“, betont Sara Stalder. Statt Quantität müsse Qualität ins Bewusstsein gerückt und honoriert werden.

 


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