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Teure Apothekertaxen: Diese Apotheken verzichten!

Taxen bei Apotheken: Die SKS sagt, welche Apotheken auf die teuren Taxen verzichten

Seit Anfang Jahr sollte der neue Vertrag (LOA) zwischen Apothekern und Krankenversicherern in Kraft sein. Die Verhandlungen zwischen pharmasuisse und santésuisse haben lange gedauert. Jetzt sind die Verträge offenbar unterzeichnet. Immerhin sollen damit Einsparungen im Umfang von 70–80 Mio. Franken erreicht werden. Doch nun blockiert der Gesundheitsminister das Inkrafttreten. Die SKS verlangt eine sofortige Inkraftsetzung. Und macht die PatientInnen darauf aufmerksam: Nicht alle Apotheken verlangen die teuren Taxen. Die SKS veröffentlicht auf ihrer Website die neuste Liste jener Apotheken, die freiwillig auf die Taxen verzichten.

Lange haben Apotheker und Krankenversicherer um einen erfolgreichen Abschluss der LOA IV verhandelt. Das Resultat ermöglicht immerhin gewisse Einsparungen: Doch die Kritikpunkte, welche die Stiftung für Konsumentenschutz seit Jahren bemängelt, sind noch nicht behoben. Damit der Wettbewerb zwischen den Apotheken spielt, veröffentlicht die SKS erneut eine Liste jener Apotheken, die auf Bezugs-Check und/oder Medikamenten-Check freiwillig verzichten.

Im Vertrag über die Leistungsorientierte Abgeltung LOA regeln die Apotheken und santésuisse, wie die Dienstleistungen der Apotheken bei der Medikamentenabgabe abgegolten werden. Der neue Vertrag, LOA IV, enthält wenig Neues für die Kundinnen und Kunden der Apotheken: Die Bezüge der Medikamente auf der Spezialitätenliste werden mit einem fixen Medikamenten- und einem Bezugscheck entgolten. Diese Leistungen machen aber aus Sicht der SKS nur dann Sinn, wenn sie auch tatsächlich erbracht werden. So ist vorgesehen, dass Apotheker bei der Abgabe von Medikamenten die Risikofaktoren abklären und eine Interaktionskontrolle vornehmen. Schon bisher gab es Apotheken, die auf diese Taxen verzichten, die entsprechenden Leistungen aber trotzdem erbringen.

Der bisherige Kostenstabilisierungsbeitrag heisst nun neu Effizienzbeitrag, beträgt aber ebenfalls 2,5%. Neu daran ist, dass nicht der gesamte Betrag an die Versicherer und damit an die Versicherten zurückfliesst, sondern nur 2,3%. 0,2% werden in einen Fonds zur Qualitätsförderung einbezahlt. SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder fordert: „Für diesen Betrag erwarten wir eine nachvollziehbare und messbare Qualitätssteigerung der Apotheken. In den vergangenen Jahren haben verschiedene Tests von Konsumentenmedien gezeigt, dass gerade die Beratung in den Apotheken nicht immer überzeugt. Die Vertragspartner müssen hier strenge Massstäbe ansetzen, damit das Geld, das neu statt an die Versicherten in diesen Fonds fliesst, sinnvoll eingesetzt wird.“

Bei der Verrechnung der Checks haben die Apotheken jedoch freie Hand:

Eine ganze Reihe von Apotheken in der Schweiz verlangt keinen Bezugs-Check oder verzichtet auch auf den Medikamenten-Check, wenn die Kunden die Medikamente bar bezahlen. Die Stiftung für Konsumentenschutz hat auf Ihrer Website eine entsprechende Liste aufgeschaltet.

Apotheken, die ebenfalls auf die Checks verzichten, können sich gerne mit der SKS in Verbindung setzen.


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