Startseite Medienmitteilungen SKS verlangt 5-jährige Moratoriumsverlängerung

SKS verlangt 5-jährige Moratoriumsverlängerung

KonsumentInnen schätzen gentechfreie Landwirtschaft weiterhin

Die SKS ist erfreut darüber, dass der Bundesrat das Moratorium verlängern will. Denn die Konsumentinnen und Konsumenten schätzen gentechfreie Schweizer Lebensmittel. Diesen Trumpf darf die Schweizer Landwirtschaft gerade in sich öffnenden Märkten nicht aus der Hand geben. Die SKS verlangt allerdings eine Verlängerung um fünf statt um drei Jahre, damit genügend Zeit für eine öffentliche und politische Diskussion der Ergebnisse des NFP 59 bleibt. Weiter verlangt die SKS das Beschwerderecht für Konsumentenorganisationen beim Inverkehrbringen von GVO, so wie es heute bereits die Umweltorganisationen haben.

Seit mehr als drei Jahren gilt für die Schweizer Landwirtschaft das Verbot, gentechnisch veränderte Pflanzen anzubauen. Diese Regelung gilt nur bis Ende 2010. Die SKS ist daher erfreut, dass der Bundesrat eine dreijährige Verlängerung des Moratoriums in der Vernehmlassung vorschlägt. Denn das Moratorium hat sich bewährt und nur Vorteile gebracht. Die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz stehen gentechnisch veränderten Lebensmitteln sehr skeptisch gegenüber aufgrund möglicher Risiken für Gesundheit und Umwelt. Eine Produktion an der Nachfrage vorbei hätte daher keinen Sinn.

Unklar ist weiterhin, wie die Koexistenz funktionieren soll: Wenn ein Bauer gentechnisch veränderte Organismen (GVO) anbaut, kontaminiert er andere, gentechfreie Felder. Über kurz oder lang würden die meisten Schweizer Lebensmittel GVO-Spuren enthalten. «Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen die Wahlfreiheit haben, gentechfreie Lebensmittel aus Schweizer Produktion zu geniessen», hält Simonetta Sommaruga, Ständerätin und SKS-Präsidentin, fest. «Zudem kann sich die Schweizer Landwirtschaft mit dem Verzicht auf die Gentechnik im Inland wie im Ausland mit qualitativ hochstehenden Produkten positionieren.» Die SKS ist daher überzeugt, dass Lebensmittel mit der Auszeichnung «Swissness» gentechfrei sein müssen.

Eine dreijährige Moratoriumsverlängerung erachtet die SKS allerdings als zu kurz. Im Sommer 2012 sollen die Ergebnisse des Nationalen Forschungsprogramms NFP 59 «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» publiziert werden. Aufgrund dessen soll eine fundierte öffentliche Diskussion über Chancen und Risiken zu Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln möglich sein. Eineinhalb Jahre sind dafür und für den politischen Prozess zu kurz.

Weiter verlangt die SKS das Beschwerderecht für Konsumentenorganisationen beim Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt. Heute steht das Beschwerderecht lediglich den Umweltorganisationen zu. Dies widerspiegelt die Realität nur teilweise, da gerade die Konsumentinnen stark betroffen sind von GVO. Bekanntlich verfügen die Konsumentenorganisationen auch in anderen Bereichen über ein Klage- oder Beschwerderecht, wo die Anliegen der KonsumentInnen unter die Räder kommen könnten (z.B. unlauterer Wettbewerb).

Vernehmlassungsantwort der SKS (pdf, 208kb)

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