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Mehr Transparenz statt mehr Beanstandungen

Resultate der Lebensmittelkontrollen sollen öffentlich gemacht werden

Die Zahlen schrecken auf: Im Kanton Bern weist jeder fünfte Lebensmittelbetrieb erhebliche Mängel auf, im Kanton Zürich wurden im vergangenen Jahr 89 Gastrobetriebe verzeigt. Die Stiftung für Konsumentenschutz fordert, dass mit der anstehenden Revision des Lebensmittelgesetzes endlich mehr Transparenz geschaffen wird. Konsumenten sollen erfahren, welche Betriebe tadellos arbeiten und welche es an Hygiene mangeln lassen.

Diese Forderung der Stiftung für Konsumentenschutz ist nicht neu: Seit Jahren drängt die SKS, dass im Bereich der Lebensmittelkontrollen mehr Transparenz herrschen soll. Aus Datenschutzgründen wurde dies bisher immer abgelehnt. Auch das neue Öffentlichkeitsgesetz hat keine Besserung gebracht.

Die aktuellen Berichte der Kantonslaboratorien in Bern und Zürich zeigen, dass die Zahl der Betriebe, die es an Sorgfalt und Hygiene mangeln lassen, nicht sinkt, sondern im Gegenteil ansteigt. „Das heisst, die Betriebe lernen nicht hinzu“, hält SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder dazu fest. Dies würde sich ändern, wenn die Betriebe die Resultate der Kontrollen öffentlich machen müssten, ist sie überzeugt.

In Dänemark etwa müssen die Restaurants die Untersuchungsresultate gut sichtbar beim Eingang aufhängen – Werbung für gut arbeitende Betriebe und wertvolle Information für die Konsumenten, wenn der Betrieb immer wieder gravierende Mängel aufweist.

Dass Konsumentinnen und Konsumenten nicht erfahren, welche Betriebe es an Hygiene und Sorgfalt fehlen lassen, ist ein grosses Ärgernis. Dies zeigen auch die Reaktionen auf die neuen Zahlen der Kantonslaboratorien.

Die SKS will deshalb in der anstehenden Revision des Lebensmittelgesetzes unbedingt erreichen, dass die Konsumenten in Zukunft nicht nur erfahren, dass geschlampt wurde, sondern auch in welchen Betrieben. Dazu muss ein aussagekräftiges, einfach zu handhabendes System ausgearbeitet werden, welches die Kontrollen von zwei bis drei Jahren berücksichtigt. Der Blick über die Grenze zeigt, dass dies gut funktioniert. Schwarze Schafe sollen sich nicht auf Dauer hinter der Schweigepflicht verstecken dürfen.


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