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Streptomycin: Keine langfristige Lösung

Erneute Bewilligung von Streptomycin gegen den Feuerbrand

Das Bundesamt für Landwirtschaft bewilligt zum zweiten Mal das Antibiotikum Streptomycin zur Feuerbrandbekämpfung. Damit wird das Problem jedoch nur kurzfristig gelöst. Bedenklich findet die Stiftung für Konsumentenschutz, dass die Analysen der Kantonsbehörden in diesem Herbst gezeigt haben, dass  Spuren von Antibiotika in den behandelten Äpfeln nachweisbar sind. Dies passt nicht in eine ökologische Schweizer Landwirtschaft, welche sich in Zukunft noch stärker von Importprodukten abheben muss.

Die Stiftung für Konsumentenschutz hat Verständnis für die schwierige Lage der Obstproduzenten und hat sich in diesem Frühjahr mit einer begrenzten und streng kontrollierten Anwendung von Streptomycin einverstanden erklärt. Dies auch unter dem Aspekt, dass von Seiten der Behörden und Produzenten versichert wurde, dass in den Äpfeln keine Streptomycin-Rückstände verblieben würden. Die Analysen der Kantonschemiker in diesem Herbst haben jedoch gezeigt, dass in behandelten Äpfeln geringe Antibiotika-Spuren feststellbar sind. Die Äpfel wurden mit gängigen Analysemethoden geprüft, wie sie etwa auch für Fleisch oder Honig angewendet wurden.

Konsumentinnen und Konsumenten reagieren zu Recht sehr sensibel auf Antibiotika-Rückstände. Die Stiftung für Konsumentenschutz findet einen erneuten Einsatz von Streptomycin bezüglich Gesundheits- und Umweltschutz sehr bedenklich. Für die Konsumentinnen und Konsumenten ist es wohl nicht ersichtlich, weshalb Honig mit   Antibiotika-Rückständen vom Markt genommen wird – im laufenden Jahr waren es 3500 Kilo Honig, die vernichtet wurden – während die Äpfel offenbar ohne Probleme marktfähig sind. Der Honig – mit höheren Rückständen als in den Äpfeln – stellt gemäss den Behörden auch kein Gesundheitsrisiko dar.

Für die Stiftung für Konsumentenschutz ist eigentlich klar, dass solche Äpfel nicht auf den Markt gehören. Da es sich aber offenbar um grosse Mengen handelt, fordert die SKS, dass alle Äpfel, welche mit Streptomycin behandelt werden, entsprechend deklariert werden. Denn nur so können Konsumentinnen und Konsumenten, welche Äpfel ohne jegliche Rückstände kaufen wollen, auch wählen. Dies auch unter dem Aspekt, dass in den nächsten Jahren für die Streptomycin-Bekämpfung keine Alternativen zu erwarten sind.

Ein Kommentar zu “Streptomycin: Keine langfristige Lösung”



Herzog Hans

Unglaublich
Wir als Honigproduzenten sind die leidtragenden. Der Honig wird vernichtet
die Aepfel kommen in den Verkauf, wo bleibt da der gesunde Menschenverstand.
Ist das die neue Agrarpolitik. Es kommt die Zeit, da können die Obstbauern ihre Blüten von Hand befruchten wie in China.

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