Startseite Medienmitteilungen Set-Top-Boxen: kein Trauerspiel auf Zeit!

Set-Top-Boxen: kein Trauerspiel auf Zeit!

Nach dem Erfolg im Nationalrat nun die Ernüchterung: Die Nationalratskommission will Digitalfernsehen ohne Boxenzwang – aber frühestens im Jahr 2011! Die SKS ist darüber empört. Problem und Lösungen sind längst bekannt; innert Kürze könnten die Kabelnetzbetreiber den Boxenzwang aufheben. Die SKS fordert das zuständige Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) auf, mit Hochdruck vorwärts zu machen. Unser Ziel: Noch im Jahr 2009 müssen Digital-Fernsehfreundinnen und -freunde die Wahlfreiheit bei Digitalfernsehern und Set-Top-Boxen haben.

Heute hat die zuständige Nationalratskommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF-N) das leidige Thema der Set-Top-Boxen wieder aufgegriffen. Und richtig entschieden: Die Motion von SKS-Präsidentin und Ständerätin Simonetta Sommaruga wird leicht abgeändert. Der Bundesrat muss die gesetzlichen Grundlagen schaffen, um die Wahlfreiheit des Empfangsgerätes im digitalen Kabelfernsehen zu ermöglichen. Entweder durch ein Verbot der Grundverschlüsselung oder – wenn grundverschlüsselt wird – indem die Kabelnetzbetreiber ermöglichen, dass auch andere Empfangsgeräte zu angemessenen Bedingungen angeschlossen werden können.

Der Haken: Die Kommission erwartet vom Bundesrat ein Inkrafttreten der neuen Regelung frühestens im Jahr 2011! «Dass die Fernsehfreundinnen und -freunde noch mehr als zwei Jahre dem Boxenzwang ausgeliefert sind, ist ein Affront», empört sich SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder. «Die Probleme und Lösungen sind bekannt und längst diskutiert.» So könnten die Kabelnetzbetreiber, welche den Boxenzwang kennen, z.B. Cablecom, EBL, Naxoo, innerhalb weniger Momente die Wahlfreiheit garantieren. Cablecom bewies dies während der Euro 08, als der Sender HD Suisse für wenige Tage unverschlüsselt empfangen werden konnte.

Für die SKS ist klar: Bereits im Jahr 2009 muss digitales Kabelfernsehen ohne Boxenzwang möglich sein. Alles andere widerspricht dem Willen:

Die SKS wird beim zuständigen Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) vorstellig werden, damit rasch eine Lösung vorliegt. Es geht nicht an, dass lediglich aufgrund des Gesetzgebungsprozesses unnötig Zeit verloren geht.

 

8 Kommentare zu “Set-Top-Boxen: kein Trauerspiel auf Zeit!”



merinos

@Simon Schneiter
auf Seite 6 … ;)
https://www.cablecom.ch/fr/print/cable6320_d.pdf



Simon Schneiter

Danke für euren Einsatz!

Ich bin sehr enttäuscht von dieser geballten Ladung an Verdreherei und absichtlicher Täuschung. Dass die technische Inkompetenz durch skrupellose Politiker und Geschäftemacher so ausgenutzt wird ist tarurig und lässt mich den Glauben in die Unabhängigkeit von etlichen Kommissionsmitgliedern wie Herrn Tarzisius Caviezel und der FDP verlieren:
http://www.fdp.ch/page/content/index.asp?MenuID=226&ID=73732&ConID=73732&Vie
Jeder nur am Rande fachkundigen Person stösst derart lügnerische Interessenpolitik sauer auf!

Hoffentlich lässt sich das Volk nicht davon täuschen!
Beste Grüsse,
Simon Schneiter



merinos

Angesichts der Romandie, eine Vorstellung von Material für cablecom:
http://www.promaxelectronics.com/downloads/products/deu/DigitalToTV.pdf



Meier

Der komplizierte Weg: Digitale TV-Sender ausserhalb des Dorfes vom Himmel holen, diese in ein analoges Format umwandeln um sie wenige hundert Meter später dem Cablecom-Kunden wieder zu verkaufen. Natürlich über eine kostenpflichtige Settopbox. Monat für Monat.
Der einfache Weg: Ein digitales Satelliten-Set im Discounter kaufen und selbst die Gratissignale vom Himmel holen. Die Kosten dabei sind nicht höher als ein Jahresabo bei Cablecom. Dazu können sie selbst aus 2000 Sendern wählen, welche Bilder sie sehen möchten. Vom 2. Jahr an völlig gratis.



Noël

etwas zu denken gibt einem auch, dass die Cablecom nun die neuen HD Recorder lanciert, die sage und schreibe 30 Watt im Stand-by verbraten!! Das ist fast so viel wie zwei Cablecom HD-Receiver zusammen! Hat nicht die Cablecom in ihrer Lobbyarbeit versprochen das zukünftige Settop Boxen weniger Strom verbrauchen werden. Das war wiedermal eines der
leeren Versprechungen der Cablecom! Die „neuen“ HD-Recorder der Cablcom sind so schlecht, dass sie gleich mit einer offiziellen Fehlerliste die die Box noch aufweist ausgeliefert werden.

Es wird Zeit das wir Konsumenten das Recht bekommen, uns Hardware zu beschaffen die Zeitgemäss im Stromverbrauch ist und wenigstens die rudimentären Funktionen beherrscht. Die Cablecom Hardware ist einfach nur noch peinlich um nicht zu sagen der letzte Schrott!



Leonardo

Was ich im Bekannten- und Verwandtenkreis erlebe ist unglaublich. Die Boxen fallen Reihenweise aus und wochenlang gibt es keinen Ersatz. Bei der neuesten Ersatzbox kann man zudem die Sender nicht mehr sortieren. Eine unglaublich Zumutung bei den vielen Kanälen.
Solange die CC den Boxenzwang aufrecht erhält, bleibe ich beim analogen Empfang, obwohl in einen super HD-Flachbildschirm besitze. Schaue halt mehr DVDs oder lade mir die Filme gleich runter.



Leo Müller

Man muss nur einen Blick über die Grenze werfen um zu sehen wie die Cablecom in Österreich die freie Boxenwahl zelebriert!

hier ein Auszug aus der Cablecom.at Seite:

„Damit Sie die Vorzüge der digitalen Fernsehwelt geniessen können, benötigen Sie eine kabeltaugliche Set-Top-Box. Sie erhalten diese im Elektrofachhandel.“

und hier noch der Link zur Seite:

http://www.cablecom.at/at_tvradio/at_digital_tv.htm



Andreas Weiss

Danke für Ihren Einsatz!!

Was sich diese Politiker immer wieder leisten ist eine Frechheit. Man könnte meinen sie wurden von Cablecom und co. gewählt.

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