Startseite Medienmitteilungen Ferkelkastration: Konsumenteninteressen auch berücksichtigen

Ferkelkastration: Konsumenteninteressen auch berücksichtigen

Suisseporcs, das Bundesamt für Veterinärwesen und der Schweizer Tierschutz kritisieren heute, dass Grossverteiler kein Fleisch von immunokastrierten Ebern verkaufen wollen. Die Stiftung für Konsumentenschutz verlangt, dass in diesem Streit nicht nur die Interessen der Tiere und der Produzenten, sondern auch diejenigen der Konsumenten gewahrt werden sollen.

Die schmerzhafte Eberkastration ohne Betäubung soll so rasch wie möglich nicht mehr praktiziert werden, darin sind sich alle Beteiligten einig. Auch die Stiftung für Konsumentenschutz ist der Ansicht, dass diese tierquälerische Methode schnell verschwinden soll, wenn möglich vor dem Verbot, das anfangs 2010 in Kraft treten wird.

Die tierfreundlichste Methode – abgesehen von der Eberzucht, die gänzlich auf eine Kastration verzichtet – ist die Immunokastration, welche bestimmte Grossverteiler nun nicht zulassen wollen. Mit der Immunokastration wird mit einer Impfung verhindert, dass die Eber die männlichen Geschlechtshormone entwickeln. Diese Kastrationsmethode ist zahlreichen Konsumentinnen und Konsumenten suspekt, wie eine grossangelegte Umfrage in diesem Jahr ergeben hat.

Für die Stiftung für Konsumentenschutz ist deshalb klar, dass die Konsumentinnen und Konsumenten beim Kauf von Schweinefleisch erfahren müssen, welche Kastrationsmethode für die Eber angewandt wurde. Die SKS hat sich deshalb in den letzten Monaten stark dafür gemacht, dass alle angewandten Kastrationsmethoden, also auch die Inhalationsmethode oder Ebermast, am Verkaufspunkt offen gelegt werden. „Suisseporcs fordert die Wahlfreiheit für die Produzenten“, hält Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz fest, „Dies gilt jedoch auch für die Konsumentinnen und Konsumenten!“ Weiter fordert die SKS, dass die Forschung im Bereich der Ebermast so rasch wie möglich weiter betrieben werden soll, damit auf einen Eingriff – ob chirurgisch oder in den Hormonhaushalt der Tiere – verzichtet werden kann.

Die Stiftung für Konsumentenschutz lehnt keine Methode generell ab. Sie hat Verständnis, dass nicht alle Konsumentinnen und Konsumenten Fleisch von immunokastrierten Ebern essen wollen. Von Seiten des BAG wird zwar versichert, dass keinerlei Rückstände im Fleisch zurückbleiben. Von den Behörden wurde aber auch versichert, dass Streptomycin, ein Antibiotikum zur Verhinderung des Feuerbrandes bei Obstbäumen, keine Rückstände hinterlässt. 52 von 62 untersuchten Proben wiesen dennoch Rückstände auf, wie diese Woche bekannt wurde. Damit werden Konsumentinnen und Konsumenten in solchen Fragen zusätzlich verunsichert.


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