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Vor dem Impfen zuerst informieren!

In den Schweizer Kantonen laufen die Impfprogramme gegen Gebärmutterhalskrebs an

Für junge Mädchen und ihre Eltern stellt sich in diesen Wochen die Frage, ob sie gegen Humane Papillomaviren (HPV) impfen sollen oder nicht. Die kantonalen Impfprogramme, die zur Zeit anlaufen, zielen auf eine möglichst umfassende und effiziente Durchimpfung ab.  Dabei bleibt aber kaum Zeit, um über Sexualverhalten und über Ziel und Wirkung  der Impfung zu informieren.

Rund 40 Millionen Franken werden die kantonalen Impfprogramme, welche zur zeit in den meisten Kantonen anlaufen, in den ersten drei Jahren kosten. Zugang zur Impfung sollen alle Mädchen im Alter ab 11 Jahren erhalten. Der Impfstoff kosten 420 Franken, die dreimalige Impfung wird für einen Pauschalbetrag von 480 Franken durchgeführt. Ärzte haben bereits im Vorfeld kritisiert, dass ihre Entschädigung zu tief sei und es nicht möglich sei, die jungen Mädchen noch über das anspruchsvolle, aber wichtige Thema Sexualverhalten zu informieren.

„Wir befürchten aber, dass mit diesen Impfprogrammen die Mädchen, aber auch die Eltern nicht genügend über Sinn und Zweck, Wirkung und Dauer der Impfung informiert werden“, kritisiert Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz. Beispielsweise ist nicht klar, wie wirksam der Schutz tatsächlich ist und wie lange die Schutzwirkung gegen die beiden HP-Viren, welche Gebärmutterhalskrebs verursachen können, tatsächlich anhält.

Die Impfprogramme, dank denen nun möglichst rasch alle Mädchen durchgeimpft werden sollen, lassen kaum Raum für differenzierte Informationen. „Wir empfehlen den Mädchen und den Erziehungsberechtigten, sich nicht durch die Programme unter Druck setzen zu lassen, sondern sich eingehend zu informieren und sich dann für oder gegen die Impfung zu entscheiden“, betont Stalder. Mit dem Flyer „Neuer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?“ hat die Stiftung für Konsumentenschutz zusammen mit dem Dachverband Schweizerischer Patientenstellen (DVSP) bereits im Juni neutrale Informationen zu dem Thema zur Verfügung gestellt.

Faktenblatt „Neuer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs? HPV-Imfpung (Humane Papilloma Viren)“, erhältlich bei der Stiftung für Konsumentenschutz, Fr. 6.50 (Gönner: Fr. 3.50) plus Porto oder gegen ein frankiertes, adressiertes Couvert. Bestellungen im SKS-Shop oder Bestelltelefon 031 307 40 40


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