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Motionsgegner versorgen Nationalräte mit Fehlbehauptungen

SKS publiziert Kommentare von Experten zu Swisscable-Papieren

Gegen die Motion von Ständerätin und SKS-Präsidentin Simonetta Sommaruga für Digitalfernsehen ohne Boxenzwang wird mit Falschaussagen Stimmung gemacht. Die SKS hat die Stellungnahmen u.a. des Kabelnetzbetreiberverbandes Swisscable von Technikexperten überprüfen lassen. Ergebnis: Jeder Informatiker sieht sofort, dass hier Äpfel und Birnen vermischt werden. Brisant: Die Mehrheit der Mitglieder von Swisscable kennt gar keinen Boxenzwang! Die SKS fordert von Swisscable eine faire, sachlich richtige Auseinandersetzung vor der Nationalratsdebatte im Herbst.

Binnen nur 6 Wochen hatten 11’757 Personen die SKS-Onlinepetition gegen das Gerätemonopol im digitalen Kabelfernsehen unterschrieben. Die genervten Fernsehliebhaberinnen und -liebhaber forderten dasselbe wie eine Motion von Ständerätin und SKS-Präsidentin Simonetta Sommaruga: Wer aufs bessere digitale Fernsehen umstellt, soll auch im Kabel wählen können, ob er eine Set-Top-Box oder einen neuen Digitalfernseher erwirbt, welcher die Set-Top-Box technisch überflüssig macht. Einige Kabelnetzbetreiber lassen nur den Erwerb der eigenen Set-Top-Box zu. Trotz der deutlichen Unmutsbekundung der Fernsehfreunde und gegen den Willen des Ständerates lehnte die Nationalratskommission am 20. Mai die Motion ab.

Nach der Sommerpause nimmt die SKS den Kampf für Digitalfernsehen ohne Boxenzwang und ohne Gerätemonopol wieder auf, denn in der Herbstsession wird der Nationalrat endgültig über die Motion befinden. Heute hat die SKS auf der Website www.grundverschluesselung.ch die Kommentare von Spezialisten (z.B. Informatikern, versierten Fernsehfreunden) zu vier Stellungnahmen der Motionsgegner aufgeschaltet. Dabei fällt auf: Die Gegner, allen voran der Verband der Kabelnetzbetreiber Swisscable, operieren mit Aussagen, die nachweislich technisch falsch sind. Jeder Informatiker und jeder Fernsehfreak reibt sich ob der Behauptungen die Augen. So auch die SKS: Warum gelangt Swisscable mit derartigen Aussagen an die Öffentlichkeit? Selbst die offizielle Medienmitteilung der Nationalratskommission geht von falschen Prämissen aus. Die SKS ist empört: Wird bewusst Fehlinformation betrieben, um die Motion abzuschiessen?

Brisant: Die Mehrheit der Swisscable-Mitglieder kennt keinen Boxenzwang im Digitalfernsehen! Haben somit bei Swisscable diejenigen das Sagen, welche konsumentenunfreundlich handeln, also u.a. Marktführer Cablecom, DigiTV und Eblcom?

Die SKS fordert Swisscable auf, im Hinblick auf die Nationalratsdebatte keine Falschaussagen mehr zu verbreiten. Eine faire politische Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Motion muss trotz unterschiedlicher Ansichten möglich sein. Die SKS selbst wird bis dahin mit verschiedenen Aktionen für die Notwendigkeit der Abschaffung des Boxenzwangs in die Offensive gehen.

5 Kommentare zu “Motionsgegner versorgen Nationalräte mit Fehlbehauptungen”



mark

das mit den digitalboxen ist eine sache. finde es aber eine frechheit, dass man erst BBC prime vom analogen ins digitale angebot verschiebt und uns BBC Prime seher dann diesen sender einige monate später ganz abstellt, um mit channel 4 zu ersetzen. vorher hat man auch BBC One, BBC Two, ITV und weitere englische sender aufgeschaltet
ohne BBC Prime aus dem digitalen angebot zu kippen. jetzt wechsle ich halt zu bluewin-tv.



dafra

Also das da nicht die Wahrheit raus kommt wenn die den Mund aufmachen ist nun wirklich NICHTS neues!

schöne Grüsse



merinos

Screenshots mit einem Decoder auf dem Markt: http://www.vhs-to-dvd.ch/csi_berne



MAD

Cablecom-Kunden verärgert über «Schrott-Box»:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmenkonjunktur/story/26906399



MAD

Swisscable darf seit jeher ungeniert falschinformationen verbreiten.
jeder andere wäre schon lange vor dem richter gelandet.
informierte wissen schon lange dass der boxen-zwang nur dazu dient, zusatzdienste zu verkaufen, die ohne die mangelhaften miet-/kauf-boxen vom
provider eben nicht laufen.
die einzige antwort darauf ist der wechsel zu sat.

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