Startseite Medienmitteilungen Entwarnung bei den Medikamentenpreisen?

Entwarnung bei den Medikamentenpreisen?

Auslandpreisvergleich der 100 meistverkauftesten Medikamente

Der Santésuisse-Auslandpreisvergleich zeigt: Noch immer sind die Schweizer Medikamente zu teuer. Etwa 340 Millionen Franken können eingespart werden, wenn die Preise an diejenigen unserer Nachbarländer angepasst werden. Die SKS fordert den Einbezug aller Nachbarländer bei der Medikamentenpreisfestsetzung und eine Reduktion der Margen im Zwischenhandel.

Die Fabrikabgabepreise der 100 meistverkauftesten Originalpräparate auf der Spezialitätenliste (SL) liegen in der Schweiz nur noch leicht höher als in den Vergleichsländern Deutschland, Gross¬britannien, Dänemark und den Niederlanden. Dies zeigt der neueste Auslandpreisvergleich des Krankenkassenverbandes Santésuisse. Endlich! Die Preissenkungsmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) haben Wirkung gezeigt. Dennoch trügt der Schein:

• Berechnet werden die Fabrikabgabepreise, nicht die Verkaufspreise. Werden diese verglichen, liegt die Schweiz immer noch an der Spitze. Grund hierfür: Die Margen im Zwischenhandel sind hoch.

• Der Vergleich der Fabrikabgabepreise wurde ausgerechnet mit den Ländern gemacht, welche über die höchsten Medikamentenpreise in Europa verfügen. Werden alle Nachbarländer der Schweiz miteinberechnet, also auch Frankreich, Italien und Österreich, sind die Schweizer Medikamente im Schnitt deutlich teurer als in den umliegenden Ländern.

Aus Sicht der SKS besteht weiterhin grosser Handlungsbedarf. Gegenüber dem Ausland besteht ein Einsparpotential von etwa 340 Millionen Franken. Dies ist erheblich. Weiterhin machen die Medikamentenkosten 20 aller Kosten der Grundversicherung aus. Solange die Gesundheitskosten und die Krankenkassenprämien steigen, sind im wichtigen Kostenblock Medikamente weitere Massnahmen nötig.

Die SKS verlangt:

• Das BAG soll bei der Preisfestsetzung der Medikamente auch die Preise in allen Schweizer Nachbarländern berücksichtigen. Dann muss das BAG tiefere Preise als bisher festlegen.

• Die Leistungsorientierte Abgeltung (LOA) zwischen Krankenkassen und Apotheken dämpfte ursprünglich die Kosten, die Apothekerpauschalen sind aber zu hoch. Die SKS fordert den Bundesrat auf, bei der nächsten LOA-Vertragsgenehmigung endlich tiefere Apothekerpauschalen durchzusetzen.

• Die Grosshandelsmargen müssen gesenkt werden. Beispielsweise hat die Firma Galenica zum 12. Mal in Folge ein zweistelliges Gewinnwachstum verzeichnet – auch zulasten der Krankenkassenprämien.

• Parallelimporte müssen zugelassen werden. Dies erhöht den Druck auf die Medikamentenpreise.


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