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SKS und WWF fordern Energiedeklaration

Transparenz über den Energieverbrauch zahlt sich doppelt aus!

Der Nationalrat soll für die Deklaration des Energieverbrauchs bei Gebäuden und Geräten wie Stereoanlagen oder Drucker stimmen – dies fordern die SKS und der WWF in einem gemeinsamen Schreiben an alle 200 NationalrätInnen. Diese Markttransparenz ermöglicht einen bewussten Kaufentscheid. Die Konsumentinnen und Konsumenten können aufs Sparpotential achten – positiv für die Umwelt und fürs Portemonnaie.

Am 27. Mai behandelt der Nationalrat zwei Motionen des Ständerates, welche mehr Markttransparenz beim Energiesparen verlangen. Die Stiftung für Konsumentenschutz und der WWF fordern die 200 Nationalrätinnen und Nationalräte in einem gemeinsamen Brief auf, für eine Deklaration des Energieverbrauchs bei Gebäuden und Geräten zu stimmen. Die Konsumentin kann einen bewussten Miet- oder Kaufentscheid nur fällen, wenn neben dem Preis auch der Energieverbrauch eines Gebäudes oder eines Gerätes angegeben wird.

Konkret verlangen die beiden Motionen, welche der Ständerat deutlich angenommen hat:

• Anlagen, Fahrzeuge und Geräte sollen mit einer Deklaration des Energieverbrauchs versehen werden.

• Ein «Gebäudeenergieausweis» soll geschaffen werden. Bei Neubauten, umfassenden Sanierungen und Verkäufen sowie bei allen Mietobjekten soll der Energieverbrauch (Heizen) obligatorisch deklariert werden.

Das bewährte System bei Kühlschränken und Haushaltslampen soll also auf alle Geräte und auf Gebäude ausgeweitet werden. SKS und WWF erachten dies als notwendig, denn in der Schweiz liegt das Stromsparpotential bei über 30 Prozent. Ebenso könnten Altbauten so saniert werden, dass sie nur halb so viel Energie benötigen. «Ein wichtiger Schritt zur Realisierung dieser Energiesparpotentiale ist, Transparenz über den Energieverbrauch von Geräten und Gebäuden zu schaffen. Damit tun die Konsumentinnen und Konsumenten etwas für die Umwelt und zusätzlich etwas für ihr Portemonnaie», meint Sara Stalder, SKS-Geschäftsleiterin.

SKS und WWF sind überzeugt, dass die Einführung der Energieetikette jetzt und verbindlich erfolgen muss. Bei langfristigen Investitionsentscheiden wie Gebäuden wird sie ihre Wirkung nicht sofort entfalten. Bei Elektronikgeräten wie Stereoanlagen oder Drucker hingegen ist der Effekt unmittelbar positiv für Umwelt und Wirtschaft. Daher hoffen SKS und WWF auf die Weitsicht des Nationalrates.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 22. Mai 2008

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