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Apple profitiert unrechtmässig von Suisa-Gebühren

SKS fordert von Apple eingenommene Suisa-Gebühren zurück

Die Abgaben auf mp3-Playern sind zu hoch – nun wird noch Missbrauch betrieben. Apple hat die Gebühren einkassiert bei den iPod-Käuferinnen und -Käufern, will sie aber für sich behalten. Dagegen wehrt sich die SKS. Wenn die Gebühren nicht der Suisa zustehen, verlangt die SKS von Apple, die Gebühren den Konsumentinnen und Konsumenten zurückzuzahlen. Und unverzüglich die iPod-Preise im Apple-Shop www.apple.ch zu senken.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat sich vehement gegen die «mp3-Abgabe» – eine neue Urheberrechtsabgabe – gewehrt. Nun will ausgerechnet der iPod-Produzent Apple die mp3-Gebühren für sich behalten. Gemäss Berichten der Basler Zeitung weigert sich Apple, der Suisa die Gebühren abzuliefern. Die SKS ist entrüstet: Die iPod-Käuferinnen und -Käufer haben im Apple-Shop die Gebühr bezahlt.

Wer einen iPod über den Apple-Shop www.apple.ch bestellt, zahlt genau denselben Preis wie derjenige, der einen iPod im Laden bei Dataquest, Fust etc. kauft. Somit kassiert Apple für seine Geräte die hohe Suisa-Gebühr ein, die seit dem 1. September 2007 fällig ist. Währenddem die Importeure Dataquest, Fust etc. die Abgabe an die Suisa abliefern, weigert sich die Firma Apple. Ihre Begründung: Die iPods von www.apple.ch kommen aus Irland, womit Apple nicht Importeur ist. Abgabepflichtig ist gemäss mp3-Tarif aber der Importeur.

Wenn Apple mit ihrer Begründung Recht hat, fordert die SKS von Apple die eingenommenen Gebühren zurück. «Die eingenommenen Abgaben gehören nicht Apple, sondern den Konsumentinnen und Konsumenten», meint Sara Stalder, SKS-Geschäftsleiterin. Ebenso müssen die Preise im Apple-Shop sinken. Die SKS hat die Firma heute in einem Schreiben dazu aufgefordert. Gleichzeitig verlangt sie Transparenz, um welche eingenommene Summe es bislang geht.

Wenn die Suisa Recht hat, stehen ihr die Gebühren zu. Dann wird die SKS ihren Kampf gegen die überhöhten mp3-Abgaben fortsetzen. Denn der jüngste Streit Apple – Suisa beweist, dass es um viel Geld geht, das die Konsumentinnen und Konsumenten abliefern müssen.

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 23. Mai 2008

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