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SKS fordert neues Stromtarifmodell

Am diesjährigen Welttag der Konsumentenrechte stellt die SKS die Stromeffizienz ins Zentrum. Der Stromverbrauch steigt jährlich an. Ein Problem: Die Konsumentinnen und Konsumenten sehen im Laden nicht, wie viel Strom moderne Geräte verbrauchen. Und das heutige Strompreissystem bietet kaum Anreize zum Stromsparen. Die SKS will daher die verschiedenen Marktteilnehmer und Fachpersonen an einen Tisch bringen, um ein neues Stromtarifmodell auszuarbeiten. Ziel: Stromsparer sollen belohnt werden.

Alle reden von Energieeffizienz, grosse Werbeplakate preisen das Stromsparen an. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus: Jährlich wächst der Stromverbrauch. Dies stellt die Gesellschaft vor Herausforderungen: Neue Atomkraftwerke bauen oder mehr Strom von ausländischen Atom-, Gas- und Kohlekraftwerken importieren – oder auf erneuerbare Energien und das Energiesparen setzen?

Für die SKS wird das Problem des Stromverbrauchs heute nicht umfassend angegangen. Die SKS widmet sich im Jahr 2008 daher schwerpunktmässig der Stromeffizienz. Unseres Erachtens werden zwei Aspekte stets vernachlässigt:

• Bei Glühbirnen oder Kühlschränken finden die Konsumentinnen und Konsumenten eine Angabe zum Stromverbrauch, bei Elektronikgeräten wie Stereoanlagen oder Drucker hingegen nicht. Gerade diese Geräte verbrauchen viel Strom im Standby-Modus.

• Jeder Haushalt zahlt unabhängig von seinem Stromverbrauch eine Grundgebühr. Bei Stromsparern macht diese rasch einen Drittel oder die Hälfte der Stromkosten aus; bei Vielverbrauchern fällt sie hingegen kaum ins Gewicht. Somit wird der Strom günstiger mit jeder Kilowattstunde, die man mehr verbraucht – und Stromsparer ziehen den Kürzeren.

Daher fordert die SKS die Deklaration des Stromverbrauchs der wichtigsten Haushalts- und Elektronikgeräte. Diese ist notwendig, damit die Konsumentinnen und Konsumenten Stromspargeräte erkennen können.

Weiter fordert die SKS eine Änderung der Preispolitik der Elektrizitätswerke. Die SKS will die verschiedenen Marktteilnehmenden an einen Tisch bringen mit dem Ziel, ein neues Tarifmodell auszuarbeiten, welches die Stromsparer belohnt. Die SKS setzt daher eine Arbeitsgruppe ein.

Die SKS ist überzeugt, dass beide Massnahmen wirkungsvoll sind, um das Wachstum des Stromverbrauchs bremsen zu können. Den Konsumentinnen und Konsumenten müssen Instrumente in die Hand gegeben werden, damit sie selbst handeln können und Stromsparen sich auch lohnt.
Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 12. März 2008

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