Startseite Medienmitteilungen Kein «Schweizerkreuz» auf Käse mit deutscher Milch!

Kein «Schweizerkreuz» auf Käse mit deutscher Milch!

Swissness-Vernehmlassung: Wo Schweiz draufsteht, muss Schweiz drin sein

Swissness ist in. Neu soll mit dem Schweizerkreuz für Waren und Lebensmittel geworben werden dürfen, schlägt das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) vor. Die vom IGE definierten Richtlinien fördern aber bewusst die Täuschung: Auf der Verpackung von in der Schweiz hergestelltem Käse darf das Schweizerkreuz prangern, selbst wenn die Milch von deutschen oder polnischen Kühen stammt. SKS und FRC verlangen, dass bei «Schweizer Lebensmitteln» insgesamt 90 Prozent der Rohstoffe und zwingend alle tierischen Rohstoffe aus der Schweiz stammen.Bisher war es nicht erlaubt, das Schweizerkreuz auf Waren und Lebensmitteln anzubringen. Dennoch wurde dies in grossem Umfang praktiziert. SKS und FRC begrüssen daher die Änderungen des Markenschutz- und des Wappenschutzgesetzes, die endlich Klarheit schaffen. Unsere einfache Forderung ist: «Wo ein Schweizerkreuz drauf ist und Schweiz drauf steht, muss Schweiz drin sein.»

Das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) hat diese einfache Botschaft nicht verstanden. Es hat für Lebensmittel ein Konzept angewendet, das für Industrieprodukte vorgesehen ist. Neu wäre erlaubt, dass für Käse mit Milch aus Deutschland oder geräucherten Lachs aus dem Pazifik mit dem Schweizerkreuz geworben werden dürfte, wenn der Käse in der Schweiz hergestellt und der Lachs in der Schweiz geräuchert wurde. Denn das IGE schreibt nicht vor, dass die Rohstoffe verarbeiteter Lebensmittel aus der Schweiz stammen müssen. Dies ist absurd: Für die Konsumentinnen und Konsumenten kommt die Milch eines «Schweizer Käses» von Schweizer Kühen!

SKS und FRC verlangen einen Rohstoffanteil von mindestens 90 Prozent aus Schweizer Landwirtschaft für verarbeitete «Schweizer» Lebensmittel. Und dass die tierischen Rohstoffe (z.B. Fleisch, Eier) vollständig aus der Schweiz stammen. Bei frischen Lebensmitteln wie beispielsweise Salat oder Rindsfilet begrüssen SKS und FRC die strenge Regelung des IGE: Pflanzen und Tiere müssen vollständig in der Schweiz (auf)gewachsen sein.

Bezüglich Industrieprodukte verlangen SKS und FRC, dass mindestens 70 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen (exklusive Werbung und Service) und im Minimum ein wesentlicher Fabrikationsschritt in der Schweiz erfolgt.

Strenge Anforderungen garantieren den Konsumentinnen und Konsumenten, dass «Schweizer Produkte» wirklich aus der Schweiz stammen. Dies stärkt die Schweizer Landwirtschaft und den Produktionsstandort Schweiz. Und auch die Marke Schweiz als Gütesiegel für hohe Qualität!

Vernehmlassungsantwort (pdf-Datei, 82kb)

Stiftung für Konsumentenschutz

Bern, 31. März 2008


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